Leichtathletik

Die Leichtathleten gehören zu den Aushängeschildern des Vereins.

Die mehrfachen Deutschen Meister Carolin Nytra (100m Hürden), Jonna Tilgner (400m Hürden) und Sebastian Bayer (Weitsprung) haben erfolgreich an den Olympischen Spielen 2008 in Peking und den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin teilgenommen.

Sebastian Bayer wurde 2009 in Turin Europarekord von 8,71m Halleneuropameister im Weitsprung. Carolin Nytra holte bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona Bronze über 100m Hürden.

Leider haben Carolin Nytra und Sebastian Bayer inzwischen unseren Verein verlassen.

Jonna Tilgner befindet sich nach der Geburt ihres Sohnes Lorenz wieder im Training.

Ein Bericht über Jonna befindet sich etwas weiter unten.

Trainingszeiten

Gruppe Wochentag und Uhrzeit Ort Trainer
U20 + Erwachsene (Leistung) täglich nach Absprache Egon-Kähler-Straße Jens Ellrott+Bianca Hannusch
U14 / U16 / U18 mo., mi.* + do. 16.30-19.30 Egon-Kähler-Straße Lothar Kranz+Malte Mohr
  *: von Okt. bis Apr. Halle Weserstadion  
U12 mo. + do. 16.00-18.00 Egon-Kähler-Straße Christian Döhrmann+Sandra Schwenke
U10 mo. + do. 16.30-18.00 Egon-Kähler-Straße Natalie Baum+Stefanie Ciupka

4x200m-Frauenstaffel bei Deutschen Meisterschaften in Leipzig

Nach der Disqualifikation bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften wegen Bahnverlassens vor Wochenfrist in Sindelfingen sollte es für die 4x200 Meter Staffel des Bremer LT bei den nationalen Titelkämpfen der Männer und Frauen am letzten Februar Wochenende in Leipzig besser laufen. Doch leider gab es am Ende wieder Tränen. Ein verpatzter Wechsel raubte Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Jana Loock, Patricia Wulf und Anneke Köpp (alle BLT/TuS Komet Arsten) alle Chancen auf eine Top-Ten Platzierung.

„Vielleicht war gerade bei den drei Jugendlichen Jay, Patricia und Anneke die Aufregung vor ihrem ersten Auftritt bei den „großen“ Deutschen noch zu groß. 3750 Zuschauer in der ausverkauften arena Leipzig, dazu die Liveübertragung auf Eurosport, da muss man seine Nerven erst einmal im Griff haben“, nimmt Trainer Jens Ellrott sein Quartett in Schutz. In der Tat war es eine schwierige Situation: Leipzig ist die einzige Halle in Deutschland mit sechs Rundbahnen, die anderen haben nur vier. Dazu waren alle Bahnen belegt, und alle sechs Läuferinnen kamen nahezu gleichzeitig zum Wechsel. Und im Gegensatz zu den Landes- und Norddeutschen Meisterschaften, wo nur drei Bahnen belegt waren und die Bremerinnen jeweils vorneweg liefen und sich aus dem Getümmel heraushalten konnten, waren sie hier mitten drin, mussten sich ihren Platz beim Wechseln erkämpfen und im Weg stehende Läuferinnen umkurven. „Das ist uns diesmal noch nicht gelungen. Diese Erfahrung nehmen die Mädels mit. Nächstes Jahr wird das schon ganz anders aussehen“, blickt Trainer Ellrott bereits nach vorne. Und überhaupt: 14 Staffeln hatten sich überhaupt nur für Leipzig qualifizieren können. „Und das wir dazu gehört haben, war schon etwas ganz Besonderes“, waren sich die Vier, nachdem die Tränen getrocknet waren, einig.

Endlauftraum erfüllt sich nicht

Für das 4x200-Meter Quartett der weiblichen U20 des Bremer Leichtathletik Teams hat sich der Traum vom Finale bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Sindelfingen nicht erfüllt. Nach Vorlaufsieg und neuer Bestzeit wurden Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Patricia Wulf, Anneke Köpp und Laura Mattern (alle BLT/TuS Komet Arsten) wegen Bahnverlassens disqualifiziert. „Nachdem wir ein Jahr hinterher und ein Jahr mitgelaufen sind, hatten wir es dieses Jahr in der Hand, das Finale zu erreichen. Da zeigt, dass die Mädels auf einem guten Weg sind“, ist Trainer Jens Ellrott trotzdem stolz auf die Vorstellung seiner Schützlinge. Und nachdem sie ihre Enttäuschung überwunden hatten, nahmen sich Jay, Patricia und Anneke trotzig vor, es zusammen mit Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten) im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen am letzten Februar Wochenende in Leipzig besser zu machen.

Die zweite Staffel mit Lisa Koßmann, Fenja Dally, Lea Emde (alle BLT/TuS Komet Arsten) und Thalea Althaber (BLT/BTS Neustadt) wurde in1:49,30 Minuten 38.

Über 200 Meter bekam Jay Barry die wegen ihrer engen Kurvenradien ungünstige Bahn eins zugelost und konnte trotz couragierten Laufs nach für sie unbefriedigenden 25,55 Sekunden nicht um den Kampf um einen der acht Finalplätze eingreifen. Auch über 60 Meter stand der nationale Saisonhöhepunkt für die 18-Jährige unter keinem guten Stern. Nach einem beinahe Fehlstart kam die in Gambia geborene Sprinterin spät aus den Blöcken. Ihre Aufholjagd blieb unbelohnt. Da insgesamt vier Starterinnen mit 7,95 Sekunden auf die Hundertstel zeitgleich waren, mussten die Tausendstel entscheiden, und hier fehlten Jay letztlich 3/1000 Sekunden zum Erreichen des Zwischenlaufs.

4x200 Meter Frauen-Staffel des Bremer LT Norddeutscher Meister

Mit Gold, Silber und Bronze kehrte Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten) von den Norddeutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften am ersten Februarwochenende aus Hamburg zurück. Trotz dieser tollen Ausbeute für die 30-jährige Ausnahmeathletin lagen Freud und Leid dabei dicht beieinander.

Eine Überraschung gelang Jana Loock mit der 4x200 Meter Frauen-Staffel des Bremer LT. Zusammen mit den drei Jugendlichen Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Patricia Wulf und Anneke Köpp (beide BLT/TuS Komet Arsten) distanzierte das Quartett die Staffeln vom SV Werder und SCC Berlin um fast zwei Sekunden und sicherte sich neben dem Titel des Norddeutschen Meisters auch das Ticket für die Deutschen Hallenmeisterschaften am 22. und 23. Februar in Leipzig. 1:40,76 Minuten bedeuten zwei Tage vor Meldeschluss Rang 12 in der Deutschen Bestenliste. „Wir sind das erste Mal zusammen gelaufen und hatten nur diese eine Chance“, strahlten die Vier nach der Siegerehrung um die Wette.

Zuvor war Jana Loock über 60 Meter nach 7,70 Sekunden als Dritte nur eine Hundertstel Sekunde am zweiten Platz und zwei Hundertstel Sekunden an einer weiteren DM-Norm vorbei gesprintet. Ihren zweiten Titel verpasste der Schützling von Jens Ellrott einen Tag später nach 25,13 Sekunden als Vizemeisterin über 200 Meter wiederum um eine Hundertstel Sekunde.

Auch Jay Barry stand in Hamburg noch ein weiteres Mal auf dem Podest. Über 60 Meter der weiblichen Jugend U20 gewann die in Gambia geborene Sprinterin nach 7,78 Sekunden Bronze. Im Zwischenlauf hatte die 18-Jährige ihre erst eine Woche zuvor aufgestellt Bestleistung auf 7,75 Sekunden verbessert.

Die dritte Bronzemedaille für das BLT gewann Neuzugang Marcel Lienstädt im Weitsprung der Männer. In seinem besten Saisonwettkampf steigerte sich der 20-Jährige vor den Augen des Ex-Bremers und Halleneuroparekordlers Sebastian Bayer auf 7,21 Meter.

DM-Norm und zwei Landesmeister-Titel

Eine Woche nach der Hallen DM-Norm für die weibliche U20-Staffel des Bremer LT, zog das weibliche U18-Quartett im Rahmen der gemeinsamen Landesmeisterschaften des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes am letzten Januarwochenende in Hannover nach. Für Lisa Koßmann, Lea Emde, Anneke Köpp (alle BLT/TuS Komet Arsten) und Thalea Althaber (BLT/BTS Neustadt) blieben die Uhren nach 4x200 Meter bei 1:46,66 Minuten stehen. Neben der Qualifikation für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften Mitte Februar in Sindelfingen bedeutete die Zeit den Vizemeistertitel. Auch die weibliche U20-Staffel trat in Hannover noch einmal an. Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Fenja Dally, Patricia Wulf und Laura Mattern (alle BLT/TuS Komet Arsten) steigerten sich gegenüber der Vorwoche um dreieinhalb Sekunden auf 1:44,11 Minuten. Mit dieser Zeit gewann das Quartett nicht nur souverän die Landesmeisterschaft, sondern gehört nach diesem Wochenende zu den zwölf besten Staffeln Deutschlands.

Den zweiten Titel für das BLT holte Neuzugang Marcel Lienstädt (BLT/TuS Komet Arsten), der einen spannenden Weitsprungwettbewerb bei den Männern mit 7,05m gewann. Über 200 Meter belegte der Neubremer mit 22,89 Sekunden Rang 3, nachdem der 20-Jährige im Vorlauf mit 22,80 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt hatte.

Vizemeisterin über 60 Meter der weiblichen Jugend U20 mit neuer persönlicher Bestleistung von 7,79 Sekunden Jay Barry. Zufrieden mit zwei 2. Plätzen, nicht aber mit ihren Zeiten dürfte bei den Frauen Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten) gewesen sein. Die 30-Jährige kommt mit der Bahn in Hannover einfach nicht zurecht: 7,84 Sekunden (Vorlauf: 7,80 Sekunden) über 60 Meter und 25,25 Sekunden über 200 Meter entsprechen nicht ihrem aktuellem Leistungsniveau.

Der zweite Neuzugang des BLT, Anneke Köpp, belegte in der weiblichen Jugend U18 über 60 Meter in 8,03 Sekunden und 200 Meter in 25,91 Sekunden jeweils Rang 3. Mit der 200 Meter Zeit stellte die Bremerhavenerin nicht nur eine neue persönliche Bestzeit auf, sondern lief bis auf  11/100 Sekunden an die DM-Norm heran. Eine Hundertstelsekunde näher an 200 Meter Norm von 25,80 Sekunden lief in der weiblichen Jugend U20 Patricia Wulf als 3. in 25,90 Sekunden.

 

weitere Ergebnisse

200m Frauen: 4. Jay Barry in 25,44sec

400m Frauen: 7. Felina Bettinger in 63,69sec

 

DM-Norm für 4x200m-Staffel

Das U20-Quartett des Bremer LT mit Jay Barry (BTS Neustadt), Fenja Dally, Patricia Wulf und Laura Mattern (alle TuS Komet Arsten) lief am Samstag (18. Januar) in Hamburg mit der 4x200 Meter Staffel die Norm für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften, die am 15. und 16. Februar in Sindelfingen stattfinden. Trotz zweier völlig verpatzter Wechsel und einer gesundheitlich angeschlagenen Jay Barry blieben die Uhren für die vier jungen Damen bei 1:47,59 Minuten stehen - 1:48,00 Minuten war die geforderte Norm. „Das war knapp“, freuten sich die Vier über ihre Quali, „aber Hauptsache, wir haben die Norm, an den Wechseln können wir noch vier Wochen arbeiten.“

DM-Normen und Bestleistungen zum Saisoneinstieg

Trotz chaotischer Verhältnisse mit Ausfall der Zeitnahme und Verzögerungen von mehr als einer Stunde ließen sich die Leichtathleten vom Bremer LT beim Hallensportfest am 12. Januar in Dortmund nicht aus der Ruhe bringen und glänzten mit ausgezeichneten Resultaten zum Saisoneinstieg.

Für die größte Überraschung sorgte die 30-jährige Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten), die mit 7,70 Sekunden über 60 Meter und 25,02 Sekunden ihre schnellsten Hallenzeiten seit 2006 erzielte. Über 60 Meter lief Jana dabei nur um 2/100 Sekunden an der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften am letzten Februarwochenende in Leipzig vorbei.

Für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizierte sich dagegen bereits Jay Barry (BLT/BTS Neustadt). Über 60 Meter lief die 18-Jährige mit 7,88 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, und über 200 Meter steigerte die 7. der Deutschen Jugendmeisterschaften von 2013 ihre Hallenbestzeit um über 7/100 Sekunden auf 25,22 Sekunden.

Einen gelungenen Einstieg im Trikot des Bremer LT feierte auch Weitspringer Marcel Lienstädt, der den 7,16 Metern vom 11. Januar in Bremen in Dortmund 7,15 Meter folgen ließ.

Für die Landesmeisterschaften des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes qualifizierten sich in der U18 Lea Emde mit 8,28 Sekunden über 60 Meter und 1,53 Metern im Hochsprung und in der U20 Laura Mattern (alle BLT/TuS Komet Arsten) über 60 Meter in 8,35 Sekunden. Über 200 Meter hatte sich Laura bereits im Dezember mit neuer persönlicher Bestleistung von 27,06 Sekunden qualifiziert.

 

weitere Ergebnisse

200m Frauen

Felina Bettinger: 28,30sec

400m Frauen

Felina Bettinger: 63,08sec

200m weibliche Jugend U20

Fenja Dally: 28,15sec

Weibliche U20-Staffel Norddeutscher Vizemeister

Einen erfreulichen und versöhnlichen Saisonausklang bescherte sich die 4x100 Meter Staffel der weiblichen Jugend U20 des Bremer LT. Bei den Norddeutschen Meisterschaften am 10. und 11. August in Hannover holten Thalea Althaber (BLT/BTS Neustadt), Patricia Wulf, Laura Mattern und Fenja Dally (alle BLT/TuS Komet Arsten) hinter der LG Weserbergland in 51,46 Sekunden die Vizemeisterschaft in den Bremer Süden. Ohne ihre schnellste Läuferin, Jay Barry (BLT/BTS), die leicht verletzt zuschauen musste, war der 2. Platz das Optimum für das Quartett, das die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften so knapp verpasst hatte.

Für eine große Überraschung über 100 Meter sorgte Thalea Althaber. Nachdem die 16-Jährige schon mit dem Überstehen des Vorlaufs alle Erwartungen übertroffen hatte, legte sie im Halbfinale endlich einmal alle Nervosität ab, steigerte sich auf 12,95 Sekunden und stand plötzlich im Finale. Hier belegte Thalea mit 13,01 Sekunden den 6. Platz.

Für zwei weitere Finalplatzierungen in Hannover sorgte Patricia Wulf, die allerdings mit ihren Zeiten  haderte. Platz 7 über 100 Meter in 13,23 Sekunden folgte Platz 5 über 200 Meter in 26,17 Sekunden.

Im Stabhochsprung der Altersklasse W15 belegte Kim-Michelle Schwenke (BLT/TuS Komet Arsten) mit übersprungenen 2,40 Meter den 6. Platz.

 

weitere Ergebnisse

männliche Jugend U20

Tim Steghofer: 100 Meter in 11,64 Sekunden (Halbfinale)

weibliche Jugend W15

Kim-Michelle Schwenke: 300 Meter Hürden in 54,13 Sekunden (13.)

Jay Barry DM 7. über 200 Meter

Für den größten Erfolg für das Bremer LT bei Deutschen Jugendmeisterschaften seit 2008 sorgte Jay Barry (BTS Neustadt) am letzten Juliwochenende in Rostock. Über 200 Meter in der weiblichen Jugend U18 qualifizierte sich die 17-Jährige am Sonntag nach einem fulminanten Vorlauf mit Bestleistung und Landesrekord von 25,02 Sekunden für den A-Endlauf der schnellsten 8. Vor ihrem ersten großen Finale war Jay dann sichtlich aufgeregt und verlor im Rennen nach ca. 160 Metern die Spannung. 25,24 Sekunden reichten dann aber trotzdem zu einem im Vorfeld nicht für möglich gehaltenen 7. Platz. „Nach nicht einmal zwei Jahren Training ist das ein Riesenerfolg“, freut sich Trainer Jens Ellrott für seinen Schützling.

Vergessen waren da die schwachen 12,77 Sekunden über 100 Meter vom Vortag, die nicht zum Erreichen des Halbfinales reichten und bei denen sich die aus Gambia stammende Athletin geschont zu haben schien. „Jays Fokus war komplett auf die 200 Meter ausgerichtet“, vermutet Ellrott – zu Recht, wie sich im Nachhinein gezeigt hat.

Bereits am Freitag hatte die 4x100 Meter Staffel der weiblichen U18 für einen erfreulichen Auftakt gesorgt. Lisa Kossmann (TuS Komet Arsten), Jay Barry, Thalea Althaber (BTS Neustadt) und Fenja Dally (TuS Komet Arsten) liefen bis auf 1/100 Sekunde an ihre Bestleistung heran und verbesserte sich mit Rang 21 um zwei Plätze gegenüber dem Meldeergebnis. „Für Lisa und Thalea waren es die ersten Deutschen Meisterschaften und somit viele neue Eindrücke, die auf die beiden eingeprasselt sind. Mit etwas mehr Erfahrung wäre die angestrebte Platzierung unter den besten 20 Staffeln möglich gewesen“, ist Jens Ellrott aber trotzdem zufrieden mit dem Auftreten seines Quartetts.

Zweimal Bronze bei den Norddeutschen Meisterschaften

Sehr hoch hingen die Trauben für die Leichtathletinnen des Bremer LT bei den Norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugend U18, die am 13. und 14. Juli in Berlin ausgetragen wurden.

Einzig Jay Barry (BLT/BTS Neustadt) gelang mit zwei dritten Plätzen in der weiblichen Jugend U18 der Sprung auf das Treppchen. Über 100 Meter blieb die 16-Jährige dabei mit 12,46 Sekunden nur knapp über ihrer persönlichen Bestleistung. Über 200 Meter fehlte Jay im sechsten Lauf des Wochenendes am Ende die Kraft, um ihre Führung ins Ziel zu bringen, so dass 25,27 Sekunden letztlich ebenfalls Platz 3 bedeuteten.

Eine große Enttäuschung gab es für die 4x100 Meter Staffel der weiblichen Jugend U20, die bei den Frauen antreten musste. Jay Barry, Laura Mattern, Patricia Wulf (beide BLT/TuS Komet Arsten) und Thalea Althaber (BLT/BTS Neustadt), schrammten auch bei ihrer letzten Chance, sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu qualifizieren, als 6. mit 49,66 Sekunden zum vierten Mal knapp an der Norm vorbei, diesmal um 16/100 Sekunden. Damit fahren nur Jay Barry über 100 und 200 Meter und die 4x100 Meter der weiblichen Jugend U18 zu den Deutschen Jugendmeisterschaften am letzten Juliwochenende nach Rostock.

Erfreulich war in Berlin das Auftreten von Patricia Wulf, die, obwohl noch der U20 angehörend, ebenfalls bei den Frauen antreten musste. Über 100 Meter lief die frischgebackene Abiturientin mit 12,56 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit, und über 200 Meter verfehlte sie diese als 9. mit 25,78 Sekunden nur um 4/100 Sekunden. Traurig dagegen war Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten), die sowohl über 100 als auch über 200 Meter zu den Finalaspirantinnen gehörte, sich aber im Abschlusstraining verletzt hatte und nur gehandicapt an den Start gehen konnte.

 

weitere Ergebnisse:

Frauen:

200m

Laura Mattern: 27,34 Sek. (VL)

400m

Felina Bettinger: 63,93 Sek. (20.)

800m

Felina Bettinger: 2:33,79 Min. (13.)

Weit

Laura Mattern: 4,85 m (12.)

wJ U18:

400m

Fenja Dally: 65,42 Sek. (15.)

400mH

Fenja Dally: 71,56 Sek. (13.)

Felina Bettinger 3. bei den Landesmeisterschaften im 7-Kampf

Trotz herbstlicher Temperaturen und böiger Winde am letzten Juniwochenende in Langen bei Bremerhaven überzeugte 7-Kämpferin Felina Bettinger vom Bremer LT/TuS Komet Arsten bei den Bremer und niedersächsischen Landesmehrkampfmeisterschaften als Dritte bei den Frauen.

Am Sonnabend sorgten zwei neue Bestleistungen in den Sprints mit 16,98 Sekunden über 100 Meter Hürden und 28,21 Sekunden über 200 Meter und solide Ergebnisse im Hochsprung mit 1,40 Metern und im Kugelstoßen mit 8,40 Metern für einen gelungenen ersten Tag der Lesumstotelerin. Am Sonntag ließ Felina einem schwachen Weitsprung mit 4,82 Metern eine tolle Steigerung auf 30,08 Meter im Speerwerfen und zum Abschluss über 800 Meter mit 2:29,53 Minuten die zweitschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen folgen. 3.838 Punkte bedeuteten eine Verbesserung gegenüber dem bis dahin  besten 7-Kampf der 19-jährigen Gymnasiastin um fast 160 Punkte und wurden mit Platz 3 belohnt. Im Rahmen der gleichzeitig ausgetragenen Norddeutschen Mehrkampfmeisterschaften belegte Felina einen guten 7. Rang. Ihr nächstes Ziel hat die Nordbremerin auch schon definiert: „Ich möchte noch in diesem Jahr die 4.000 Punkte knacken. Dafür muss ich aber an meinen Sprüngen arbeiten.“

Landesmeistertitel für Jana Loock

Die Siegerin und die 3. über 200m der Frauen: Jana (Mitte) und Petzi (rechts)

Zwei Titel, ein Landesrekord und eine weitere DM-Norm sind die sehr erfreuliche Ausbeute der Leichtathleten des Bremer Leichtathletik Teams (BLT) beim  zweiten Teil der gemeinsamen Landesmeisterschaften des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes, der am 22. und 23. Juni in Delmenhorst stattfand.

Überragende Athletin des BLT war in der weiblichen Jugend U18 Jay Barry (BTS Neustadt). Als Siegerin über 200 Meter steigerte die in Gambia geborene Sprinterin nicht nur ihre persönliche Bestleistung um fast 2/10 Sekunden, sondern verbesserte auch den über 20 Jahre alten Landesrekord um 13/100 auf 25,05 Sekunden. Gemeinsam mit Lisa Koßmann, Fenja Dally (beide TuS Komet Arsten) und Thalea Althaber (BTS Neustadt) lief Jay mit der 4x100 Meter Staffel zu ihrer dritten DM-Norm: 49,62 Sekunden bedeuteten am Ende Rang 3 für das junge Quartett. In den vergangenen Wochen hatte sich Jay bereits über 100 und 200 Meter für die Deutschen Jugendmeisterschaften Ende Juli in Rostock qualifiziert.

Den zweiten Titel für das BLT holte Jana Loock über 200 Meter bei den Frauen. Mit 25,20 Sekunden ließ die 30-Jährige der mehr als zehn Jahre jüngeren Konkurrenz keine Chance. In ihrem Sog steigerte sich die noch Jugendliche Patricia Wulf als 3. auf ausgezeichnete 25,74 Sekunden. Über 4x100 Meter belegten die beiden zusammen mit Felina Bettinger und Laura Mattern (alle TuS Komet Arsten) in 49,22 Sekunden Rang 3. Zum dritten Mal aufs Treppchen lief Jana Loock als 3. über 100 Meter mit 12,34 Sekunden.

Auch Jay Barry wurde in der weiblichen Jugend U18 3. über 100 Meter, war aber mit ihrer Zeit von 12,44 Sekunden gar nicht zufrieden. Zwei weitere vordere Platzierungen in der U18 erreichten die noch 15-Jährige Lisa Koßmann als 5. über 100 Meter in 12,74 Sekunden (Zwischenlauf: 12,70 Sekunden) und Fenja Dally (beide TuS Komet Arsten) als 5. über 400 Meter Hürden in 1:10,11 Minuten.

Eine Woche vor den Norddeutschen Mehrkampfmeisterschaften kehrte 7-Kämpferin Felina Bettinger mit zwei Bestleistungen aus Delmenhorst zurück. Über 400 Meter steigerte sich die 19-jährige Lesumstotelerin auf 62,74 Sekunden, im Speerwerfen auf 29,47 Meter.

 

Weitere Ergebnisse:

wJ U18

200m

Lea Emde: 27,04 Sek. (pers. Bestzeit)

Frauen

100m

Patricia Wulf12,72 Sek.

Laura Mattern: 13,25 Sek.

200m

Laura Mattern: 27,20 Sek.

100mHürden

Felina Bettinger17,34 Sek.

Landesrekord für Jana Loock

Jana Loock hat am 15. Juni auf heimischer Anlage beim 3. Hermann-Dressel-Sprintcup des BLT in Obervieland über 200 Meter den Uraltrekord der Grande Dame der Bremer Leichtathletik, Marion Poppen, aus dem Jahr 1965 (!) von 25,9 Sekunden auf jetzt 25,15 Sekunden  "pulverisiert". Kurios ist jetzt auch, dass Jana Loock sowohl den Rekord der Juniorinnen U 23 mit 24,45 Sekunden (10.07.2005 in Wilhelmshaven) als auch den der Seniorinnen W30 hält.

Landesmeistertitel und DM-Qualifikation

Mit einem großen Aufgebot reiste das Bremer Leichtathletik Team (BLT) am zweiten Juniwochenende zu den gemeinsamen U20/U16-Landesmeisterschaften des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik Verbandes nach Winsen an der Luhe.

Für den größten Erfolg sorgte die 4x100-Meter-Staffel der weiblichen Jugend U20. Das Quartett mit Jay Barry (BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) gewann den Titel in 49,74 Sekunden und blieb nur knapp über Qualifikationsnorm für die Deutschen U20-Meisterschaften Ende Juli in Rostock.

Über 100 Meter überzeugten Jay Barry mit 12,37 Sekunden und  Patricia Wulf mit 12,58 Sekunden mit neuen Bestzeiten. Während Patricia das Finale unglücklich verpasste, ging Jay sogar mit der der schnellsten Zwischenlaufzeit ins Finale, wollte da aber zu viel und musste sich am Ende mit Rang 5 begnügen.

Dafür holte Jay über 200 Meter zum Gegenschlag aus. Nach bereits persönlicher Bestzeit im Vorlauf und Qualifikation für die Deutschen U18-Meisterschaften mit 25,37 Sekunden, steigerte sich die aus Gambia stammende Athletin im Endlauf auf ausgezeichnete 25,22 Sekunden. Mit dieser Zeit verpasste Jay den mehr als 30 Jahre alten Landesrekord nur um 4/100 Sekunden und musste sich lediglich der U20-WM Teilnehmerin Ann-Kathrin Kopf aus Otterndorf geschlagen geben.

Für einen Paukenschlag sorgte in der weiblichen Jugend U16 Lisa Koßmann vom BLT/TuS Komet Arsten. Im Vorlauf über 100 Meter steigerte sich die 15-Jährige um mehr als 4/10 Sekunden auf 12,53 Sekunden, lief damit die schnellste Zeit aller 39 Teilnehmerinnen und verfehlte die Qualifikationszeit für die Deutschen U18-Meisterschaften nur um 3/100 Sekunden. Im Finale fehlte der jungen Athletin dann als 3. ein wenig Kraft, um die Norm anzugreifen.

Eine weitere Platzierung auf dem Treppchen gelang Kim-Michelle Schwenke (TuS Komet Arsten) im Stabhochsprung der WJ 14, in der sie mit 2,50 Meter Vizemeisterin wurde.

 

weitere Ergebnisse:

WJ U20:

100m:

Laura Mattern - 13,23sec

Fenja Dally - 13,83sec

200m:

Patricia Wulf - 26,13sec

Laura Mattern - 27,18sec

WJ 14:

800m:

Kim-Michelle Schwenke - 2:36,38min

Viele Bestleistungen und eine DM-Norm zum Saisoneinstieg

Trotz Regen und Temperaturen um zehn Grad am Pfingstsamstag und nicht wesentlich besseren Bedingungen am Pfingstsonntag glänzten die Nachwuchsathleten des Bremer LT zum traditionellen Saisonauftakt in Zeven bei einem der größten nationalen Pfingstsportfeste.

Jay Barry (BLT/BTS Neustadt) sorgte über 100 Meter in der Altersklasse U18 gleich zu Beginn für einen Paukenschlag: Mit 12,44 Sekunden lief sie persönliche Bestleistung und qualifizierte sich für die Deutschen Jugendmeisterschaften am letzten Juliwochenende in Rostock. In ihrem Sog steigerten auch Patricia Wulf und Laura Mattern in der Altersklasse U20 ihre Bestleistungen auf 12,68 und 13,20 Sekunden.

Diese Ergebnisse ließen für die 4x100 Meter Staffel hoffen. Gemeinsam mit Fenja Dally (alle BLT/TuS Komet Arsten) liefen die drei jungen Damen dann auch mit persönlicher Bestleistung von 49,55 Sekunden den Sieg in der U20 nach Hause. Einziger Wermutstropfen war das Verpassen der DM-Norm um 5/100 Sekunden, die mit etwas mutigeren Wechseln bereits im ersten Wettkampf möglich gewesen wäre.

Für eine weitere Bestleistung über 100 Meter sorgte Lisa Koßmann (BLT/TuS Komet Arsten) in der Altersklasse U16 mit 12,94 Sekunden.

Über 200 Meter lief Jay Barry, die durch ein Gerstenkorn im rechten Auge die ganze Woche nicht trainieren konnte, als Gesamtvierte mit 25,83 Sekunden bis auf 13/100 Sekunden an die DM-Norm heran.

Felina Bettinger (BLT/TuS Komet Arsten) testete in Zeven sechs ihrer sieben Disziplinen für die Landes- und Norddeutschen Mehrkampfmeisterschaften Ende Juni in Langen. Das wertvollste Ergebnis lieferte die erstmals bei den Frauen startende 7-Kämpferin dabei über 800 Meter ab, wo sie mit 2:28,44 Minuten ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um fast sieben Sekunden steigerte. Ihre weiteren Ergebnisse: 100m Hürden: 17,09 Sekunden, Kugel: 8,32 Meter, 200 Meter: 28,35 Sekunden, Weit: 4,88 Meter und Speer: 25,55 Meter.

 

weitere Ergebnisse:

100 Meter:

U18: Justin-Loreen Kloke: 14,22 Sekunden

U20: Selin Topallar: 15,72 Sekunden

200 Meter:

U18: Lea Emde: 27,52 Sekunden

U18: Justin-Loreen Kloke: 29,28 Sekunden

U20: Laura Mattern: 27,63 Sekunden

Weitsprung:

U18: Lisa Koßmann: 4,66 Meter

U20: Laura Mattern: 4,76 Meter

U20: Selin Topallar: 3,84 Meter

Hochsprung:

U18: Lea Emde: 1,45 Meter

U18: Justin-Loreen Kloke: 1,35 Meter

(alle BLT/TuS Komet Arsten)

6 Finalplätze bei Norddeutschen Meisterschaften

Mit sechs Finalplätzen und fünf neuen Bestleistungen im Gepäck kehrten die Leichtathleten des Bremer LT von den Norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugend U20, die am ersten Februarwochenende in Berlin stattfanden, zurück.

Bei den Frauen erreichte Jana Loock (TuS Komet Arsten) beide Sprintfinals. Über 60 Meter lief sie dabei als 5. mit 7,77 Sekunden bis auf eine Hundertstelsekunde an ihre Saisonbestleistung heran. Über 200 Meter erwischte die 29-Jährige im Finale die wegen der engen Kurvenradien ungünstige Bahn 2 und lief nach 25,29 Sekunden ebenfalls auf Rang 5. Über 60m Hürden in 10,23 Sekunden (Finale: 10,42 Sekunden) und im Kugelstoßen mit 8,76 Metern überraschte Felina Bettinger (TuS Komet Arsten) mit neuen Bestleistungen, die beide mit dem 5. Platz belohnt wurden. Auch im Weitsprung stellte die Mehrkämpferin mit 5,09 Metern eine neue Bestleistung auf.

In der weiblichen Jugend U20 konnte die 4x200 Meter Staffel mit Laura Mattern, Fenja Dally, Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) und Jay Barry (BTS Neustadt) nicht ganz an die Zeit der Vorwoche anknüpfen. 1:46,67 Minuten bedeuteten am Ende bei starker Konkurrenz Rang 5. Einen weiteren Finalplatz in Berlin erreichte Jay Barry nach 7,94 Sekunden im Halbfinale über 60 Meter. Im Finale blieb nach 8,08 Sekunden allerdings nur der 8. Platz. Zu überzeugen wussten darüber hinaus mit neuen Bestleistungen Patricia Wulf mit 26,00 Sekunden über 200 Meter und Laura Mattern mit 5,07 Metern im Weitsprung.

 

weitere Ergebnisse:

60m weibliche Jugend

Patricia Wulf: 8,20sec

Laura Mattern: 8,36sec

200m weibliche Jugend

Jay Barry: 26,06 Sekunden

Laura Mattern: 27,54 Sekunden

200m Frauen

Felina Bettinger: 28,55 Sekunden

DM-Norm für 4x200m-Staffel

Patricia Wulf, Jay Barry, Fenj Dallya und Laura Mattern auf dem Weg zu den Deutchen Jugendhallenmeisterschaften

Mit einer Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften und zwei Vizetiteln kehrten die Leichtathleten des Bremer LT von den bremisch-niedersächsischen Hallenlandesmeisterschaften der Jugend U20 und U16 zurück, die am 26. und 27. Januar in Hannover stattfanden.

Laura Mattern, Fenja Dally, Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) und Jay Barry (BTS Neustadt) dominierten in der weiblichen Jugend U20 die 4x200m-Staffeln in der niedersächsischen Landeshauptstadt und blieben mit 1:45,99 Minuten mehr als zwei Sekunden unter der Norm für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften am 16. und 17. Februar in Halle/Saale.

Einen Vizelandesmeistertitel gewann Lisa Kossmann über 60 Meter in der Altersklasse W15. Mit 7,94 Sekunden knackte sie dabei nicht nur die 8-Sekunden-Barriere, sondern lief ebenfalls die Norm für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften. Starten darf die noch 14-Jährige dort allerdings nicht – sie ist noch zu jung.

In der Altersklasse W14 sorgte Kim-Michelle Schwenke (beide TuS Komet Arsten) für den zweiten Vizetitel bei den Landesmeisterschaften. Im Stabhochsprung überquerte die jüngste Teilnehmerin des BLT 2,40 Meter. Ihre Vielseitigkeit stellte Kim-Michelle Schwenke über 800 Meter unter Beweis. In neuer persönlicher Bestleistung von 2:33,95 Minuten lief sie auf Rang 4.

Ebenfalls auf Rang 4 liefen in der weiblichen Jugend U20 Patricia Wulf über 200 Meter in neuer persönlicher Bestleistung von 26,12 Sekunden und Jay Barry über 60 Meter in 8,01 Sekunden

 

weitere Ergebnisse

WJ U20

60m:

Patricia Wulf                                     8,21sec

Laura Mattern                                  8,46sec

200m:

Laura Mattern                                  27,81sec

W14

60mH:

Kim-Michelle Schwenke              11,90sec

Erfolgreiche Landesmeisterschaften

Mit fünf Podestplätzen kehrten die Leichtathleten des Bremer LT von den niedersächsisch-bremischen Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend U18, die am 19. und 20. Januar im Bundesleistungszentrum in Hannover stattfanden, zurück.

In der weiblichen Jugend U18 lief Jay Barry (BTS Neustadt) gleich zu zwei Vizemeisterschaften. Über 60 Meter steigerte die 17-Jährige ihre Bestleistung dabei auf ausgezeichnete 7,89 Sekunden. Über 200 Meter fehlte der in Gambia geborenen Barry in ihrem insgesamt sechsten Lauf ein wenig die Kraft, um nach dem Titel zu greifen. 26,00 Sekunden bedeuteten am Ende ebenfalls Rang 2.

Mit drei 3. Plätzen kehrte Jana Loock (TuS Komet Arsten) aus der niedersächsischen Landeshauptstadt zurück. Die 29-Jährige Juniorenlandesrekordhalterin über 100 Meter, die inzwischen voll im Beruf steht und zeitlich nur noch eingeschränkt trainieren kann, lief über 60 Meter 7,77 Sekunden, mit denen sie aufgrund einer schwachen Startphase nicht zufrieden war. Eine neue Saisonbestleistung gelang ihr dagegen als 3. über 200 Meter mit 25,23 Sekunden. Und gemeinsam mit Laura Mattern, Patricia Wulf und Felina Bettinger (alle TuS Komet Arsten) lief Loock in der 4x200 Meter Staffel nach 1:46,60 Minuten ebenfalls auf Rang 3.

In der weiblichen Jugend U18 verpassten Thalea Althaber (BTS Neustadt), Fenja Dally, Lea Emde (beide TuS Komet Arsten) als 4. über 4x200 Meter in 1:49,37 Minuten das Podest nur knapp.

 

weitere Ergebnisse:

60m U18

Thalea Althaber: 8,45sec

Lea Emde: 8,44sec

60m Frauen

Patricia Wulf: 8,06sec

200m U18

Fenja Dally: 28,18sec

Lea Emde: 27,29sec

Eine DM-Norm und 12 Bestleistungen zum Saisoneinstieg

Zum Auftakt der Hallensaison präsentierten sich die Leichtathleten des Bremer LT bei Hallensportfesten in Hannover und Bremen bereits in beachtlicher Frühform: Eine Jugend DM-Norm und 12 persönliche Bestleistungen stehen für die Athleten von Jens Ellrott und Bianca Hannusch vor Beginn der Meisterschaften am kommenden Wochenende zu Buche.

Über 60m der weiblichen Jugend U18 qualifizierte sich Jay Barry (BLT/BTS Neustadt) nach persönlicher Bestzeit mit 7,94 Sekunden für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften Mitte Februar in Halle/Saale. Ebenfalls neue persönliche Bestleistungen über 60m gelangen in der weiblichen Jugend U20 Patricia Wulf in 8,06 Sekunden und Laura Mattern (beide BLT/TuS Komet Arsten) in 8,33 Sekunden.

Ein ähnliches Bild ergab sich über 200m. Allerdings verpasste Jay Barry hier nach 25,93 Sekunden die DM-Norm noch knapp. Neue Bestleistungen gab es erneut für Patricia Wulf in 26,45 Sekunden und Laura Mattern in 27,10 Sekunden.

Bei den Frauen überzeugten Jana Loock mit 7,76 Sekunden über 60m und 25,31 Sekunden über 200m und Felina Bettinger über 400m in neuer Bestzeit von 62,94 Sekunden.

Zwei neue Bestleistungen gab es auch in der Weitsprunggrube: Laura Mattern und Felina Bettinger sprangen mit 5,06 und 5,03 Metern beide das erste Mal über fünf Meter.

Eine tolle 60 Meter Zeit erzielte der A-Jugend Bundesligahandballer vom HC Bremen, Tim Steghofer, in der männlichen Jugend U20. In seinem ersten Wettkampf sprintete der noch 17-Jährige, der die Leichtathletik zwei- bis dreimal pro Woche als Ausgleich zum Handball betreibt, zu 7,34 Sekunden.

Eine weitere Überraschung gelang Dennis Krotky (alle BLT/TuS Komet Arsten) über 60 Meter Hürden bei den Männern. Der Langhürdler, der aus gesundheitlichen Problemen erst vor kurzem auf die Kurzhürdenstrecke gewechselt ist, kam in seinem zweiten Start in dieser Disziplin auf 8,88 Sekunden.

Weitere Resultate:

60m

Männer: Dennis Krotky: 7,39 Sek.

200m

wJ U20: Fenja Dally: 27,54 Sek.

Männer: Dennis Krotky: 23,80 Sek.

60mH

Frauen: Felina Bettinger: 10,62 Sek.

Weit

wJ U18: Fenja Dally: 4,61m

wJ U18: Jay Barry: 4,90m

BLT-Athleten in Deutschen Bestenlisten

Zum Abschluss des Wettkampfjahres hat der Deutsche Leichtathletik-Verband seine Top 50 Bestenlisten für das Jahr 2012 veröffentlicht. In ihr finden sich erfreulicherweise auch Athletinnen des Bremer LT wieder. Für die beste Platzierung sorgt dabei die 4x100m-Staffel der weiblichen Jugend U18. Jay Barry (BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) sprinteten mit 49,69sec auf Platz 29 in Deutschland. Zur Erinnerung: Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften verpasste das Quartett das Finale lediglich um 4/100sec. Bei den Frauen belegt Joanne Whiteway (TuS Komet Arsten) im Weitsprung mit 6,02m den 41. Rang. Und in der weiblichen Jugend U18 lief Fenja Dally (TuS Komet Arsten) über 400m Hürden mit 68,22sec auf Platz 49.

Bestleistung für Lisa Koßmann

Zum Vergleichskampf der Norddeutschen Verbände im Schleswig Holsteinischen Büdelsdorf wurden mit Lea Emde (300m) und Lisa Koßmann (100m) auch zwei U-16 Athletinnen des TuS Komet Arsten in die Bremer Landesauswahl berufen.

Während Lea sich leider verletzte, lief Lisa mit 13,11sec zum Saisonabschluss eine neue persönliche Bestleistung.

Felina Bettinger siegt im 7-Kampf mit 4 Bestleistungen

Nach zwei Jahren, in denen die 7-Kämpferin Felina Bettinger durch lange krankheitsbedingte Ausfälle immer wieder zurückgeworfen wurde, hat die 18-Jährige zum Ende der Freiluftsaison 2012 endlich einmal einen gelungenen Wettkampf absolvieren können.

Bei den Zevener Mehrkampftagen begann Felina mit einer Bestzeit über 100m Hürden. Nach 16,99sec blieben die Uhren für die Lesumstotelerin, die für den TuS Komet Arsten startet, stehen. In ihrer Zitterdisziplin, dem Hochsprung, scheiterte die 18-jährige Schülerin danach nur hauchdünn an 1,44m und damit an einer zweiten Bestleistung, so dass letztlich gute 1,40m zu Buche standen. Auch im Kugelstoßen kam Felina mit 8,48m bis auf 9cm an ihre Bestweite heran. Zum Abschluss des ersten Tages lief sie mit 28,23sec über 200m dann doch noch zu ihrer zweiten Bestleistung.

In den zweiten Tag starte Felina mit viel Pech: Im Weitsprung waren zwei weite Sprünge knapp übergetreten, so dass mit 4,73m nur ein Sicherheitssprung in die Wertung einging. Auch das Speerwerfen lief nicht wie gewünscht - mit 26,49m blieb Felina mehr als zwei Meter unter ihrer Bestleistung. Den angestauten Frust entlud die Gymnasiastin dann aber in der abschließenden Disziplin, dem 800m-Lauf. Im Alleingang lief sie mit 2:35,23min zu ihrer dritten Bestleistung innerhalb des 7-Kampfes. Damit sicherte sie sich nicht nur den Gesamtsieg, sondern steigerte ihre 7-Kampfbestleistung um mehr als 130 auf 3.679 Punkte.

4/100 Sekunden am Finale vorbei

Bei den Deutschen Jugendleichtathletikmeisterschaften, die vom 20. bis 22. 07. in Mönchengladbach ausgetragen wurden, hatte die 4x100 Meter Staffel des Bremer LT viel Pech. Jay Barry (BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) verpassten nach einer läuferisch starken Leistung in 49,72 Sekunden nur um einen Wimpernschlag den Endlauf in der Altersklasse der U18. Nach dem Ausscheiden bei den Norddeutschen Meisterschaften zwei Wochen zuvor in Rostock durch eine verpatzte Übergabe des Staffelstabes, traute sich das Quartett diesmal nicht, die Wechsel auszureizen, so dass letztlich 4/100 Sekunden zum Finaleinzug fehlten. Trotzdem ist das Ergebnis als Erfolg zu werten, gehören doch zwei Mädchen noch dem jüngeren U18-Jahrgang an.

Lea Emde mit Bestzeit über 300m

Bei den bremisch-niedersächsischen Landesmeisterschaften am 30.06 und 01.07. in Celle stellte Lea Emde vom TuS Komet Arsten unter Beweis, dass mit ihr nach einjähriger verletzungsbedingter Pause wieder zu rechnen ist. Nach ihren eine Woche zuvor erzielten 45,45sec über 300m verbesserte Lea diese Zeit um mehr als eineinhalb Sekunden auf 43,80sec.

Patrizia Wulf verbessert sich auf 12,77 Sekunden

Bei den Norddeutschen U18-Meisterschaften, die am 7. und 8. Juli in Rostock ausgetragen wurden, verbesserte Patrizia Wulf ihre Bestzeit über 100 Meter von 12,92 auf 12,77 Sekunden. Winzige 2/100 Sekunden fehlten der 17-Jährigen damit zur Endlaufteilnahme. Über 200 Meter klappte es dann mit dem Endlauf, allerdings verhinderte starker Gegenwind hier eine weitere Bestzeit. Am Ende belegte Patrizia Rang 8.

Ebenfalls einen Finalrang erreichte die noch 15-Jährige Fenja Dally über 400 Meter Hürden in 69,51 Sekunden.

 

weitere Ergebnisse

100 Meter

Laura Mattern: 13,61 Sekunden

200 Meter

Fenja Dally: 27,44 Sekunden

Laura Mattern: 28,23 Sekunden

Frauen

100 Meter

Joanne Whiteway: 12,51 Sekunden

Weitsprung

Joanne Whiteway: 5,47 Meter

LM Norm für Lea Emde

Ende gut – alles gut! Nach langer einjähriger Verletzungspause gelang Lea Emde in der Altersklasse U16 am vergangenen Wochenende in Schneverdingen ihre erste Norm überhaupt für die bremisch-niedersächsischen Landesmeisterschaften, die am 30.6. und 1.7. in Celle stattfinden. Über 300m lief Lea 45,45sec.

Auch im Weit- und Hochsprung gelangen der 15-Jährigen mit 4,78m und 1,39m gute Resultate.

Nadja Arndt, die ebenfalls der U16 angehört sprang in Schneverdingen 1,36m hoch.

 

DM-Norm für Staffelquartett

Dreimal ist Bremer Recht, dachten sich wohl Jay Barry (BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten). Denn drei Versuche benötigte das U18-Quartett des Bremer LT, um nach 50,23 und 50,45 Sekunden in den letzten beiden Wochen mit 49,69 Sekunden letztlich souverän die Qualifikationsnorm von 50,20 Sekunden für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Juli in Mönchengladbach zu erreichen. „Endlich haben unsere Wechsel mal geklappt“, freuten sich die jungen Damen, die nun den Landerekord von 49,30 Sekunden als nächstes Ziel im Auge haben.

U18-Staffel Vizelandesmeister

Mit einem 2. Rang und drei 4. Plätzen kehrten die Leichtathleten des Bremer LT von den gemeinsam mit dem Niedersächsischen Verband durchgeführten Landesmeisterschaften in Hannover zurück. Nachdem es am Samstag nur kalt und windig war, kam am Sonntag Dauerregen dazu, so dass viele Leistungen auf dem Hintergrund widriger äußerer Bedingungen zu sehen sind.

In der Altersklasse U18 sprinteten Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle BLT/TuS Komet Arsten) in der 4x100 Meter Staffel nach 50,45 Sekunden zu Silber. Ein kleiner Wermutstropfen war das erneut knappe Verpassen der DM-Norm von 50,20 Sekunden.

Jay Barry erreichte darüber hinaus zwei weitere Finalplatzierungen. Jeweils 4. wurde die 16-Jährige über 100 Meter in 12,80 Sekunden (Zwischenlauf: 12,74 Sekunden) und 200 Meter in 26,55 Sekunden (Vorlauf: 26,21 Sekunden).

Über 400 Meter Hürden erzielte Fenja Dally in ihrem dritten Rennen erneut Bestzeit und kam in 68,22 Sekunden auf Rang 5. Gut eineinhalb Sekunden fehlen der noch 15-Jährigen noch bis zur DM-Norm von 66,50 Sekunden, genau um diese Zeit hat sie sich in den letzten beiden Läufen verbessert.

Bei den Frauen sprintete Joanne Whiteway, 23-jährige Studentin aus Sheffield, die im Rahmen ihres Studiums in Loughborough seit August 2011 ein einjähriges Praktikum bei Airbus in Bremen absolviert  und für das BLT/TuS Komet Arsten startet, über 100 Meter in 12,33 Sekunden auf Platz 4. Überhaupt nicht zurecht kam die sechs Meter Springerin mit der Weitsprunganlage und dem sich selbst auferlegten Druck, so dass sie mit 5,37 Meter als 5. weit hinter ihren Möglichkeiten blieb.

 

weitere Ergebnisse

U18 100 Meter

Patricia Wulf: 13,02 Sekunden

Laura Mattern: 13,47 Sekunden

U18 200 Meter:

Fenja Dally: 27,52 Sekunden

 

DM-Norm zweimal knapp verpasst

Tolle Leistungssteigerungen, aber auch ein wenig Pech charakterisierten das Auftreten der Nachwuchsleichtathleten des Bremer LT beim traditionellen Pfingstsportfest in Zeven.

Jay Barry (BLT/BTS Neustadt), Laura Mattern, Fenja Dally und Patricia Wulf (alle BLT/TuS Komet Arsten) verpassten in der Altersklasse U18 über 4x100m die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften nur um drei Hundertstelsekunden. 50,23 Sekunden bedeuteten letztlich Rang 2. Über 200m steigerte sich Jay Barry um über eine Sekunde und sprintete als 6. mit 25,77 Sekunden ähnlich knapp an der DM-Norm von 25,70 Sekunden vorbei. Auch über 100 Meter hat Jay Barry nach erneuter persönlicher Bestzeit von 12,67 Sekunden durchaus noch Chancen, die DM-Norm von 12,50 Sekunden zu knacken. Nächste Chance, die Normen zu erreichen, haben die jungen Damen am kommenden Wochenende (02. und 03. Juni) bei den Landesmeisterschaften in Hannover.

Für weitere persönliche Bestleistungen in der U18 sorgten Laura Mattern mit 13,31 Sekunden über 100 und 27,27 Sekunden über 200 Meter, Patricia Wulf über 200 Meter in 26,59 Sekunden und Fenja Dally mit 68,97 Sekunden über 400 Meter Hürden.

In der weiblichen Jugend U20 steigerte sich Eva Wiebe (BLT/SG Findorff) über 100 Meter auf 13,49 und über 200 Meter auf 27,19 Sekunden. Felina Bettinger verbesserte sich im Weitsprung auf 4,77 Meter.

Bei den Frauen erreichte Jana Loock (BLT/TuS Komet Arsten) trotz im Endlauf wieder aufgetretener Knieprobleme über 100 Meter Rang 3 in 12,31 Sekunden.

 

weitere Ergebnisse:

100 Meter

Patricia Wulf: 13,31 Sekunden

200 Meter:

Felina Bettinger: 29,22 Sekunden

100 Meter Hürden:

Eva Wiebe: 17,22 Sekunden

Felina Bettinger: 17,23 Sekunden

Weitsprung

Jay Barry: 4,71 Meter

Speerwerfen:

Felina Bettinger: 27,51 Meter

 

Joanne Whiteway startet furios in die Saison

Vom 4. bis 7. Mai finden im Londoner Olympiastadion die Britischen Hochschulmeisterschaften statt. Sie sind das große Ziel von Joanne Whiteway, der 23-jährigen Studentin aus Sheffield, die im Rahmen ihres Studiums in Loughborough seit August 2011 ein einjähriges Praktikum bei Airbus in Bremen absolviert, in Obervieland trainiert und für das Bremer LT/TuS Komet Arsten startet.

Die Konkurrenz in Loughborough ist groß, ist die Uni doch vergleichbar mit der Deutschen Sporthochschule in Köln.  Und so sah der Saisonaufbau für Joanne Whiteway etwas anders aus, als für den Rest ihrer Trainingsgruppe, die erst Mitte Mai in die Saison einsteigen wird. Bereits am 28. April galt es, sich für das Event zu qualifizieren. Die ganze Woche verfolgten sie und ihr Bremer Trainer die Wettervorhersagen und entschieden sich dann, nach Osterode am Harz zu fahren. Dort waren die Bedingungen mit 28 Grad und Rückenwind beim Weitsprung dann am Samstag auch nahezu perfekt.

Zur Einstimmung steigerte sich Whiteway über 100 Meter bei Windstille von 12,74 auf 12,36 Sekunden. Damit kann sich die sympathische Britin sogar Chancen auf einen Staffeleinsatz für ihre Uni ausrechnen. Das Hauptaugenmerk lag allerdings eindeutig auf dem Weitsprung. Und hier zeigte Whiteway gleich im ersten Sprung, dass der Aufbau gestimmt hat. Mit 6,02 Meter steigerte sie ihre bisherige Bestweite um mehr als 30 Zentimeter. Mit 5,86 Meter untermauerte sie diesen Sprung noch und darf sich jetzt ihren großen Traum, den Start im Olympiastadion von 2012, erfüllen.

BLT-Staffel überzeugt bei Deutschen Jugendmeisterschaften

Jay Barry, Fenja Dally, Eva Wiebe und Petzi Wulf in Sindelfingen

Für einen großen Erfolg sorgte die 4x200 Meter Sprintstaffel des Bremer LT bei den Deutschen U20-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Jay Barry (BTS Neustadt), Eva Wiebe (SG Findorff), Fenja Dally und Patricia Wulf (beide TuS Komet Arsten) waren mit der 39. Zeit nach Baden-Württemberg gereist und belegten am Ende Rang 17. Das Quartett, das mit drei U18-Athletinnen an den Start ging, pulverisierte die bisherige Bestzeit von 1:47,37 Minuten beim Saisonhöhepunkt um zweieinhalb Sekunden auf 1:44,86 Minuten. Es wächst wieder etwas heran in dem Verein, in dem in den vergangenen Jahren in erster Linie Carolin Nytra, Jonna Tilgner und Sebastian Bayer für große Erfolge gesorgt hatten.

4 Leichtathletinnen bei Deutschen Jugendhallenmeisterschaften

Erstmals in der Geschichte des Bremer LT hat sich eine weibliche Jugendstaffel für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Felina Bettinger, Fenja Dally, Laura Mattern, Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten), Jay Barry (BTS Neustadt) und Eva Wiebe (SG Findorff) nehmen am 18. und 19. Februar an den nationalen Titelkämpfen der Jugendlichen im Sindelfinger Glaspalast teil. Da es für alle die erste DM-Teilnahme ist, sollen die überwiegend 16- und 17-jährigen Sprinterinnen gegen die bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz in erster Linie Erfahrung sammeln und die Atmosphäre beim Saisonhöhepunkt genießen.

Erfolgreiches Comeback von Jana Loock

Nach vierjähriger Wettkampfabstinenz hatte sich Jana Loock vom Bremer LT die Norddeutschen Hallenmeisterschaften am ersten Februarwochenende in Hamburg als Zeitpunkt und Ort ihres Comebacks ausgesucht. Und die Rückkehr auf die Laufbahn kann als absolut gelungen bezeichnet werden. Über 60 Meter erreichte sie auf Anhieb das Finale, in dem die 28-Jährige mit 7,86 Sekunden Rang 7 belegt. Als Schlussläuferin der 4x200 Meter Staffel führte sie das Quartett mit Felina Bettinger, Joanne Whiteway und Eva Wiebe nach 1:46,44 Minuten sogar zu Silber.

Die reine U18-Staffel des BLT mit Laura Mattern, Fenja Dally, Patricia Wulf und Jay Barry nutzte die Norddeutschen U20-Meisterschaften als Generalprobe für die in zwei Wochen in Sindelfingen stattfindenden nationalen Titelkämpfe und belegte als jüngstes Quartett in 1:48,30 Minuten Platz 4 bei den "Großen".

 

Zwei 3. Plätze und eine DM-Quali

Auch Teil zwei der niedersächsisch-bremischen Landeshallenmeisterschaften der Leichtathleten am letzten Januarwochenende in Hannover brachten erfreuliche Ergebnisse für den Nachwuchs des Bremer LT.

Lisa Koßmann vom TuS Komet Arsten sprintete bei ihrer ersten Landesmeisterschaft über 60 Meter der W14 in 8,29 Sekunden auf Rang 3. Im Zwischenlauf war sie mit 8,26 Sekunden sogar noch schneller gewesen.

Nach dem Titelgewinn der weiblichen U18-Staffel am vergangenen Wochenende wollten die U20-Mädels des BLT den Jüngeren in nichts nachstehen. Laura Mattern, Felina Bettinger, Patricia Wulf (alle TuS Komet Arsten) und Eva Wiebe (BTS Neustadt) liefen über 4x200 Meter nach 1:46,73 Minuten auf den Bronzerang.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte bereits die Zeit der U18-Staffel (1:47,37 Minuten) zur Qualifikation für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften am dritten Februarwochenende in Sindelfingen gereicht.

U18-Staffel siegt bei Landesmeisterschaften

Für das Highlight bei Teil I der niedersächsisch-bremischen Landeshallenmeisterschaften der Leichtathleten in Hannover sorgte am Wochenende die 4x200 Meter-Staffel der weiblichen U18 vom Bremer LT, die für den einzigen Bremer Sieg verantwortlich zeichnete. Laura Mattern, Fenja Dally, Patricia Wulf vom TuS Komet Arsten und Jay Barry von der BTS Neustadt hatten im Ziel mit 1:47,37 Minuten mehr als zwei Sekunden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team.

Einen 6. Rang in der weiblichen U18 verbuchte Patricia Wulf über 200 Meter in 26,95 Sekunden. Nachdem die 16-Jährige im Vorlauf mit 26,61 Sekunden noch Bestleistung gelaufen war, fehlte nach der Staffel und dem Vorlauf die Kraft für eine weitere Steigerung. Für eine positive Überraschung sorgte Laura Surmann(BLT/TuS Komet Arsten) im Kugelstoßen: Sie verbesserte sich als 6. um fast einen halben Meter auf 11,83 Meter.

Bei den Frauen steuerte Joanne Whiteway Platz 4 im Weitsprung eine weitere Endkampfplatzierung für das BLT bei. Die Britin, die im Rahmen ihres Studiums in Loughborough ein einjähriges Praktikum bei Airbus in Bremen absolviert und für den TuS Komet Arsten startet, verzichtete dabei nach 7,95 Sekunden im 60 Meter Vorlauf auf einen möglichen Endlaufsieg, um sich ganz auf den Weitsprung zu konzentrieren. 5,64 Meter entsprachen zwar noch nicht ganz den Vorstellungen der 23-Jährigen, bedeuten aber zumindest Saisonbestleistung.

weitere Ergebnisse:

U18 weiblich

60m - Patricia Wulf: 8,22sec (ZL)

60mH - Fenja Dally: 10,32sec (VL)

200m - Fenja Dally: 27,39sec (VL und persönliche Bestleistung)

200m - Laura Mattern: 28,04sec (VL)

 

Viele Bestleistungen zum Saisoneinstieg

Doppelsieg in Bremen: Joanne Whiteway

Nach einer harten Vorbereitungsphase, die die Leichtathleten des Bremer LT/TuS Komet Arsten zwischen Weihnachten und Silvester mit einem Trainingscamp in Hannover abschlossen, überzeugten die Jugendlichen und Erwachsenen zum Saisoneinstieg bei zwei Wettkämpfen in Hannover und Bremen.

Über 60 Meter liefen die U18 Mädchen Patricia Wulf (8,17 Sekunden und Rang 2 in Bremen), Fenja Dally (8,34 Sekunden) und Laura Mattern (8,53 Sekunden) allesamt neue Bestleistungen. Patricia Wulf lief zudem in Hannover mit 26,90 Sekunden über 200 Meter mit neuer Bestleistung auf Platz 2.

In der U20 steigerte Neuzugang Felina Bettinger steigerte ihre Bestleistung über 60 Meter Hürden als 4. auf 10,27 Sekunden.

Bei den Frauen überzeugte Joanne Whiteway über 60 Meter und im Weitsprung. Die Britin, die im Rahmen ihres Studiums in Loughborough ein einjähriges Praktikum bei Airbus in Bremen absolviert und für den TuS Komet Arsten startet wurde in Hannover über 60 Meter in 7,89 Sekunden und im Weitsprung mit 5,59 Metern jeweils 2. In Bremen gewann die 23-Jährige beide Wettbewerbe in 7,87 Sekunden und mit 5,59 Metern.

Bei den Männern findet 400 Meter Hürdenläufer Dennis Krotky zu alter Stärke zurück. In Bremen lief der angehende Bankkaufmann 7,37 Sekunden über 60 Meter.

 

weitere Ergebnisse:

U18 weiblich

200m:   Fenja Dally 27,73sec

             Laura Mattern 28,08sec

60m H:  Fenja Dally 10,31sec

U20 weiblich

60m:      Felina Bettinger 8,82sec

200m:    Felina Bettinger 29,32sec

Weit:     Felina Bettinger 4,70m

Männer

200m:   Dennis Krotky 24,13sec

 

Erfreulicher Abschluss des Wettkampfjahres 2011

Am 26.11.2011 bat der SV Werder Bremen wieder zum Adventssportfest. Mit dabei waren auch drei Athleten des TuS Komet Arsten.

Die beste Leistung erzielte Kim-Michelle Schwenke im Weitsprung der Altersklasse W12. Kim-Michelle wollte endlich das erste Mal über vier Meter springen, und das tat sie dann auch in gleich drei von sechs Versuchen. Mit 4,16 m verbesserte sie ihre alte persönliche Bestleistung um 18 Zentimeter und belegte zudem einen guten 5. Platz. Auch über 60 m erreichte die 12-Jährige mit 9,53 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung.

Ebenfalls über die 60 m - jedoch in der W13 - war Mascha Rother am Start. Mit 9,82 Sekunden belegte sie in ihrem Lauf den dritten Platz.

Mike Schwenke vertrat die Farben des TuS Komet Arsten bei den M13 im Weitsprung und über die 60 m. Der Junge mit Down-Syndrom hatte sehr viel Spaß und belohnte sich mit 2,40 Meter im Weitsprung und 11,89 Sekunden über 60 Meter - zwei tolle persönliche Bestleistungen.

„Es war ein durch und durch erfolgreicher Wettkampf. Die Athleten sind zufrieden, und ich bin erfreut über die Leistungen, die gezeigt wurden“, so Trainer Malte Mohr.

 

Jonna Tilgner ---- Hürdenfieber in Schweden ------

Nachfolgender Artikel stammt in Auszügen von Peter Grau auf Leichtathletik.de :

Jonna Tilgner (Bremer LT) hat das Hürdenfieber wieder gepackt. Nach einem Jahr Babypause ist sie in ihrer neuen Heimat Schweden wieder ins Training eingestiegen. „Nach einem Dreivierteljahr Abstinenz vom Leistungssport befinde ich mich wieder im Leistungstraining, bin voller Motivation und sehe optimistisch auf das kommende Olympiajahr“, lässt sie auf ihrer Internet-Seite wissen.

Trainiert wird sie in Norrköping vom Schweden Krister Hultberg, der mit Sara Bley noch eine weitere Langhürdlerin betreut, die Dritte bei den schwedischen Meisterschaften geworden ist. „Aber auch mit meinem deutschen Trainer Jens Ellrott stehe ich trainingsplanmäßig noch in engem Kontakt.“

DLV-Bundestrainer Edgar Eisenkolb hat all das mit Interesse zur Kenntnis genommen. „Ich habe mit Jonna zuletzt im September gesprochen. Dabei habe ich ihr erklärt, dass für sie bei entsprechenden Leistungen alle Türen offen stehen.“ Edgar Eisenkolb hielt schon immer viel von Jonna Tilgner, hat auch mit deren Trainer Jens Ellrott gut zusammengearbeitet. „Jonna hat immer hohe Ansprüche an sich gestellt, und deshalb glaube ich auch, dass ihre Rückkehr möglich ist.“

Der Bundestrainer wird auch weiterhin beratend tätig sein, die räumliche Entfernung ist im Zeitalter des Internets keine Hürde. „Sie wird von mir alle Unterlagen über Trainingsmaßnahmen und geplante Trainingslager bekommen. Sie kann natürlich auch daran teilnehmen. Und sie wird über die Wettkampftermine und den Qualifikationsmodus genauestens informiert werden.“


Höhepunkte in Peking und Berlin

Viel ist im Leben der Jonna Tilgner in den letzten Jahren passiert. Auf ihrer Spezialstrecke, den 400 Meter Hürden und in den Einsätzen in den 4x400-Meter-Staffeln war sie besonders in den Jahren 2008 bis 2010 eine feste Größe.

Die am 18. November 1984 in Hannover geborene Athletin startet seit 2006 für den TuS Komet Arsten e.V., der zum Bremer Leichtathletik-Team gehört.

2008 holte sie sich ihren ersten Deutschen Meistertitel bei den Erwachsenen und durfte erstmals an Olympischen Spielen teilnehmen. In Peking (China) trat sie allerdings nicht in ihrer Schokoladendisziplin an, sondern in der 4x400-Meter-Staffel. Sowohl im Vorlauf als auch im Finale sorgte sie als Startläuferin für Tempo, am Ende sprang für die DLV-Staffel der achte Rang heraus.

Rückschlag in 2010

Ein Jahr später wurde sie erneut Deutsche Meisterin, stellte über 400 Meter Hürden mit 55,71 Sekunden ihre heute noch gültige Bestzeit auf. Bei der WM in Berlin kam sie bis ins Halbfinale.

2010 lief es dann nicht so wie gewünscht. Ein dritter Rang bei der DM in Braunschweig reichte nicht für die Qualifikation für die EM in Barcelona (Spanien). Enttäuscht war sie von sich selbst, „dabei lief die Saisonvorbereitung und auch das Trainingslager in den USA noch super“.

Besser lief es dagegen in der beruflichen Ausbildung. Im November 2010 gab die Psychologiestudentin ihre Diplomarbeit mit dem Thema „Wie viel Ausgleich braucht der Mensch“ ab, im Februar 2011 erhielt sie das Zeugnis und darf sich nun Diplompsychologin nennen.

Sohn Lorenz ist da

Die vorolympische Saison 2011 fand ohne Jonna Tilgner statt. Der erfreuliche Grund: Jonna erwartete ein Baby. „Ein Wunschkind für mich und meinen Mann Ola“, sagte sie, „eine Überraschung“, so sagte es damals ihr Trainer Jens Ellrott.

Am 12. April 2011 kam Sohn Lorenz zur Welt. Die Familie lebt zusammen in Schweden, ihr Mann ist gebürtiger Schwede. Mama und Papa haben sich in die Elternrolle gut eingearbeitet. Und Jonna Tilgner will alles daran setzen, den Sprung zu den Olympischen Spielen 2012 in London (Großbritannien) zu schaffen.

DLV-Trainer Edgar Eisenkolb stellt schon mal die Ampel auf grün: „Natürlich sehe ich es gern, wenn sie im nächsten Jahr gute Leistungen bringt. Sie ist im Team der Langhürdlerinnen jederzeit willkommen. Das brauche ich nicht extra erwähnen, das weiß sie."

Dennis Krotky holt Bronze bei Norddeutschen Meisterschaften

Einen versöhnlichen Saisonabschluss stellten die Norddeutschen Meisterschaften in Rostock für 400 Meter Hürdenläufer Dennis Krotky vom Bremer LT/TuS Komet Arsten dar. Der A-Jugendliche lief bei nasskaltem Wetter von Beginn an ein mutiges Rennen und lag nach 300 Metern noch gleichauf mit dem Dritten der Deutschen Jugendmeisterschaften in dieser Disziplin. Erst ein Tritt in die letzte Hürde brachte Dennis aus dem Rhythmus, so dass der 19-Jährige am Ende mit einer Zeit von 57,00 Sekunden mit Platz 3 vorlieb nehmen musste.

Zu überzeugen wusste auch Dennis´ Trainingskameradin Fenja Dally bei den A-Schülerinnen. Über 300 Meter Hürden lief die noch 14-Jährige in neuer persönlicher Bestzeit von 47,47 Sekunden auf Rang 5 und verfehlte dabei den Landesrekord nur um 26/100 Sekunden. Über 80 Meter Hürden wurde Fenja nach 13,26 Sekunden 13.

Zwei 12. Plätze belegte die dritte Kometin im Bunde, Laura Surmann. Im Kugelstoßen bedeuteten 10,72 Meter sogar eine deutliche Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung für die A-Schülerin. Mit dem Diskus wollte die 15-Jährige sogar den Bremer Landesrekord angreifen, ein mit Pfützen übersäter Ring verhinderte allerdings eine gute Weite.

 

Knoten geplatzt: Krotky und Dally mit DM-Norm

Im Jahr eins nach Carolin Nytras Wechsel nach Mannheim und Jonna Tilgners Babypause setzt sich beim zum Bremer LT gehörenden TuS Komet Arsten wieder der Nachwuchs in Szene. Mit dem A-Jugendlichen Dennis Krotky über 400 Meter Hürden und der A-Schülerin Fenja Dally im Blockwettkampf Lauf schafften zwei Athleten am vergangenen Wochenende die Norm für die Deutschen Meisterschaften.

Bei Dennis Krotky platzte bei den Norddeutschen Meisterschaften in Celle endlich der Knoten. Nachdem seine Trainingswerte bereits seit Wochen auf eine Zeit unter 56 Sekunden hindeuteten, ließ der frischgebackene Abiturient nun im Wettkampf Taten folgen. In 55,96 Sekunden wurde der A-Jugendliche 6. bei den Männern und gehört nun zu den 20 besten Jugendlichen Deutschlands. Endlich wieder, denn dort stand der 19-Jährige schon einmal: 2008, als er über dieselbe Distanz 4. bei den Deutschen B-Jugendmeisterschaften wurde und den Sprung in den C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes schaffte. Und dort will er wieder hin – vielleicht schon in vier Wochen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena.

A-Schülerin Fenja Dally ließ bei den Stuhrer Mehrkampftagen aufhorchen. Die noch 14-Jährige qualifizierte sich im Blockwettkampf Lauf für die Deutschen Schülermehrkampfmeisterschaften Mitte August in Cottbus. Vor allem in den Sprintdisziplinen überzeugte das Nachwuchstalent: Über 80 Meter Hürden lief die ehemalige Fußballerin 13,11 Sekunden, über 100 Meter 13,54 Sekunden. Im Weitsprung verhinderte böiger Wind eine bessere Weite als 4,61 Meter. Und nach 34 Metern im Ballwurf reichten 7:49,47 Minuten über 2000 Meter, um mit 2425 Punkten die Norm (2400 Punkte) zu überbieten.

Nachwuchsleichtathleten auf Erfolgskurs

Trotz widriger äußerer Bedingungen zeigten die Nachwuchsleichtathleten des zum Bremer LT gehörenden TuS Komet Arsten Nils Rudow, Fenja Dally und Laura Surmann bei den Landesmeisterschaften der Schüler/-innen am vergangenen Wochenende in Hameln ausgezeichnete Leistungen. Fünf Starts, fünf Bestleistungen, fünf Platzierungen auf dem Treppchen liest sich die tolle Bilanz.

In der Altersklasse M14 belegte Nils Rudow im Kugelstoßen mit einer tollen Steigerung auf 13,25 Metern den zweiten Platz. Nur drei Zentimeter fehlten dem Schützling von Lothar Kranz dabei zum Titel. Im Speerwerfen knackte Rudow als Vierter mit 39,80 Meter fast die 40-Meter Marke.

Einen weiteren Podestplatz im Kugelstoßen eroberte in der Altersklasse W15 Laura Surmann. Mit 10,47 Metern erzielte sie als Fünfte ein optimales Ergebnis.

Zwei sechste Plätze erlief sich ebenfalls in der Altersklasse W15 Fenja Dally. Nach fehlerfreien 200 Metern verhinderte ein Beinahesturz an der vorletzten Hürde wohl einen neuen Landesrekord über 300 Meter Hürden. Aber mit 48,07 Sekunden deutete die noch 14-Jährige ihr Potential an. Über 300 Meter pulverisierte Dally dann ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um zwei Sekunden auf 43,94 Sekunden.

Sprint-Cup am 01. Juni 2011

Sehr zufrieden konnten die Verantwortlichen des Bremer Leichtathletik Teams (BLT) nach getaner Arbeit mit dem ersten Hermann-Dressel-Sprintcup auf der neuen Leichtathletikanlage in Obervieland sein. Strahlender Sonnenschein und der von den Sprintern geliebte Rückenwind sorgten am Vorabend von Himmelfahrt für einige schnelle Zeiten der gut 100 Teilnehmer.

Die schnellsten 100 Meter-Zeiten des Tages liefen Johannes Grossner mit 10,90 Sekunden und der Gesamtsieger im Dreikampf über 60 (7,08 Sekunden), 100 und 200 Meter (21,97 Sekunden), Etienne Diatta (beide von der LG Weserbergland), mit 10,91 Sekunden. Dies waren die zweit- und drittschnellste jemals auf dieser Anlage gelaufenen Zeiten. Obwohl die Bahn im vergangenen Jahr neu gegossen wurde, scheint sie also nicht langsam zu sein. Diesen Eindruck bestätigte auch der B-Jugendliche Till Helbig von der LG Wilhelmshaven. Der 16-Jährige sprintete die 100 Meter in 10,98 Sekunden nur wenig langsamer als die Männer. Auch seine 60 und 200 Meter-Zeiten (7,13 und 22,13 Sekunden) ließen aufhorchen.

Bei den Frauen siegte die mehrfache Deutsche Staffelmeisterin Nina Giebel, die ebenfalls der LG Weserbergland angehört, mit 7,76 Sekunden über 60 Meter, 12,16 über 100 Meter und 25,48 über 200 Meter. Schade, dass sich Jana Loock vom gastgebenden BLT/TuS Komet Arsten im Vorfeld verletzt hatte. Sie hätte sich durchaus Siegchancen ausrechnen können.

Mit Dennis Krotky wusste dennoch ein Athlet vom Ausrichter zu überzeugen. Der 400 Meter Hürdenläufer meldete sich nach langer Krankheits- und Verletzungspause mit 7,48 und 11,74 Sekunden über 60 und 100 Meter zurück. Über 200 Meter gelang dem A-Jugendlichen in 23,49 Sekunden sogar eine persönliche Bestleistung. Damit lief er in der Gesamtwertung auf den dritten Platz.

Bronze für Anne Marchewski bei Junioren-DM

Ende gut – alles gut! So könnte das Fazit von  Hürdensprinterin Anne Marchewski vom Bremer LT / TuS Komet Arsten nach einem durchwachsenen Wettkampfjahr lauten. Nach einer von den Zeiten nicht wie erwartet verlaufenen ersten Saisonhälfte stand die 22-Jährige zu Saisonende erstmals seit 2007 bei Deutschen Meisterschaften wieder auf dem Treppchen. Damals war es Silber bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm, am vergangenen Wochenende Bronze bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Regensburg.

Hinter der EM-Halbfinalistin Cindy Roleder vom LAZ Leipzig (13,15) und Antonia Werner vom TV Flieden (13,31) war Platz 3 in 13,54 Sekunden mit der drittschnellsten jemals gelaufenen Zeit das Optimum für die Sportsoldatin. „Mitte des Rennens sah es so aus, als könnte Anne Antonia sogar noch angreifen, dann hat sie aber an der siebten Hürde einen kleinen Fehler gemacht und ist letztlich souverän zu Bronze gelaufen“, bewertet Trainer Jens Ellrott den Finallauf.

„Mit meiner neuen Bestzeit von 13,46 Sekunden, die ich Anfang Juli in Mannheim gelaufen bin, und der Medaille war es mein bestes Jahr seit 2007“, freute sich dann auch die Bremerin über den gelungenen Saisonabschluss.

Jonna Tilgner holt Bronze bei DM

Das gute Gefühl hatte nicht getrogen: Bereits vor den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig hatte Jonna Tilgner vom Bremer LT selbstbewusst angekündigt: „Ich laufe Saisonbestleistung.“ Und die Athletin vom Bremer LT ließ ihren Worten Taten folgen. Und zwar gleich doppelt. Der persönlichen Jahresbestzeit vom Sonnabend (57,24 Sekunden) ließ die 25-Jährige im Finallauf der 400 Meter Hürden eine respektable 56,82 folgen. Das reichte am Ende zwar nicht für die Verteidigung des Meistertitels und – was noch wichtiger gewesen wäre – für die EM-Norm, doch die Bronzemedaille war ein gern genommenes Trostpflaster.

So überwog am Ende sowohl bei Tilgner als auch bei ihrem Trainer Jens Ellrott die Zufriedenheit: „Bis 250 Meter war es die alte Jonna, die ich aus den letzten beiden Jahren kenne“, sagte der Coach, fügte im gleichen Atemzug aber auch hinzu: „Platz drei war das Minimalziel.“Das große Saisonziel hingegen, nämlich die Qualifikation für die Europameisterschaften Ende Juli in Spanien, habe man deutlich verpasst. „Da brauchen wir natürlich gar nicht drumrum reden.

Dennoch: Mit der (doppelten) persönlichen Jahresbestzeit holte Tilgner wohl das Optimum in Braunschweig. Mehr war am gestrigen Tag einfach nicht möglich, da die neue Deutsche Meisterin Fabienne Kohlmann (56,14) und die Zweitplatzierte Jill Richards (56,34) in einer anderen Liga liefen.

„Jonna war nach dem Lauf trotzdem zufrieden“, wusste Ellrott. Die seit einigen Wochen wieder ansteigende Form wollen der Trainer und sein Schützling nun nutzen, um noch an ein paar Meetings teilzunehmen. „Ich denke schon, dass Jonna in diesem Jahr noch Zeiten zwischen 56 und 56,5 Sekunden laufen kann“, blickt Ellrott wieder optimistisch in die Zukunft. Am liebsten würde Tilgner auch noch wieder auf Rang zwei der nationalen Bestenliste vorrücken.

Nach gestern belegt sie Platz vier. Um noch zwei Plätze zu klettern, müsste sie eben jene Zeit von Jill Richards – also 56,34 Sekunden – unterbieten. Ein ehrgeiziges Ziel für die letzten Wochen der Saison. Ellrott glaubt seit gestern wieder daran. Und kann seine Hoffnung auch begründen: „Es war beeindruckend zu sehen, wie positiv Jonna im Vergleich zu den Enttäuschungen der letzten Jahre mit den Ereignissen hier umgegangen ist.“

von Tobias Dohr (Weser Kurier)

Carolin Nytra mit Meisterschaftsrekord zum 4. DM-Titel in Folge

Sie war nervös. Hippelig, wie sie sagt. Vielleicht lag das daran, dass sie sich hätte blamieren können. Man schaut neuerdings noch viel genauer hin, wenn sie läuft. Aber Carolin Nytra hat sich nicht blamiert. Sie ist gestern zum vierten Mal in Folge Deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden geworden. In 12,71 Sekunden. Es ist ein neuer Meisterschaftsrekord.
„Das zeigt ihre krasse Stabilität“, sagte Jens Ellrott hinterher, ihr Trainer.
Er hat sich sehr gefreut, er fand den Lauf nämlich gar nicht so gut. Trotzdem
hat Bremens flinke Hürden-Flitzerin die Superzeit von Lausanne bestätigt. Vor
zwei Wochen war sie bei einem international besetzten Meeting in der Schweiz – unter idealen Bedingungen – 12,57 Sekunden gelaufen. So schnell war in
Deutschland 20 Jahre lang niemand. Jetzt kann Carolin Nytra mit einem guten
Gefühl das Projekt EM-Medaille in Angriff nehmen. In zwei Wochen, am 1. August, gibt es in Barcelona das Finale. Ihr Finale.

Ihre Hippeligkeit war gestern vor dem Vorlauf noch viel größer als vorm Endlauf
zwei Stunden später. „Ich bin heute Morgen aufgewacht“, sagt sie, „und dachte, o je, was machst du nur im Vorlauf?“ Sie wollte einerseits Kräfte sparen und andererseits um Gottes Willen nicht überheblich wirken. „Die Hürden liegen auch im Vorlauf 8,50 Meter auseinander, da kann man ja auch nicht so ’rumdödeln“, sagt sie. Sie wurschelte sich dann irgendwie durch und lief 13,04 Sekunden. „Das war ehrlich gesagt eines der schwersten Rennen der letzten Jahre“, gab sie hinterher zu. Das Finale war für sie – psychologisch gesehen – einfacher. „Da wusste ich, dass ich nur volle Lotte durchziehen muss.“ Wie ihr Trainer fand sie den Lauf, den zweitschnellsten ihrer Karriere, nicht so toll. „Er war bei weitem nicht so rund wie der von Lausanne“, sagte sie auf der Pressekonferenz. Allerdings lohnt es sich auch, abseits aller Psychologie, einen statistischen Wert zu bemühen. In Lausanne herrschten 0,3 m/s Rückenwind, gestern in Braunschweig gab es 0,9 m/s Gegenwind. Die Zeit von 12,71, aus hartem Training heraus gelaufen, hat eine Medaille in Barcelona wieder etwas wahrscheinlicher gemacht. So gesehen war es ein sehr guter Sprint gestern. „Ich wollte einfach ’ne Bestätigung der Lausanne-Zeit“, sagte sie. Das hatte die Fachwelt erwartet, das hat sie dann auch geschafft. Nach ihrem Sieg musste sie allerdings ihren Freund Sebastian Bayer trösten. Der Weitspringer verfehlte mit 7,71 Metern die Norm für Barcelona und wurde Zweiter in seiner Disziplin.

Die zweite Bremer Spitzenathletin, Jonna Tilgner, wird sich womöglich auch nicht für die EM qualifizieren. Sie wird aber in Braunschweig heute um eine Medaille
kämpfen. Mit 57,24 Sekunden über 400 Meter Hürden blieb sie zwar erneut weit über ihrer Bestzeit. Aber so schnell war sie in dieser Saison überhaupt noch
nicht. „Ich lass’ mich mal überraschen, was da am Sonntag passiert“, sagte
Ellrott gestern.

von Olaf Dorow (Weser Kurier)

Carolin Nytra sprintet in die Weltspitze

Man soll mit dem Wort sparsam umgehen, aber es lässt sich in diesem Fall nicht vermeiden: In sensationellen 12,57 Sekunden sicherte sich Carolin Nytra (Bremer LT/TuS Komet Arsten) am Donnerstag, 08.07.2010 beim Diamond-League-Meeting in Lausanne über 100 Meter Hürden den – sensationellen – zweiten Platz.

Um eine Hundertstelsekunde geschlagen von der Kanadierin Priscilla Lopes-Schliep, aber gleich um zwei Zehntelsekunden schneller als ihre erst Ende Juni aufgestellte Bestzeit (12,77).

Was für eine Leistungsexplosion der 25- jährigen Bremerin: Die Jahresweltbestzeit von Lolo Jones (12,55) liegt zwei Hundertstel entfernt, hinter der gestrigen Siegerin befindet sich Carolin Nytra 2010 auf Rang drei in der Welt. „Das war krass“, sagte die bestens aufgelegte Sprinterin, die mit ihrem ebenso ungläubig staunenden Trainer Jens Ellrott angesichts der idealen Bedingungen in Lausanne eine hohe 60er-Zeit im Bereich des Möglichen sah. Auch das wäre ja schon deutlich Bestzeit gewesen.

Und dann lief die Studentin, einzige Europäerin im superstarken Feld, in dem aus Übersee nur Lolo Jones fehlte, mitten hinein in die Elite. Bis zur vorletzten Hürde lag sie sogar noch knapp in Führung, erst dann zog die Kanadierin auf Bahn sechs noch an der rechts neben ihr gestarteten Deutschen vorbei. „Seite an Seite haben wir uns zu dieser tollen Zeit gezogen“, sagte Carolin Nytra.

Noch nie war eine Athletin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) so schnell wie sie - die noch schnelleren Frauen triumphierten mit ihren Zeiten zwischen 12,42 (deutscher Rekord von Bettine Jahn/1983) bis 12,56 (Johanna Klier/1980) allesamt für die damalige DDR. Die Mannheimerin Kirsten Bolm lief 2005 12,59 Sekunden, aber Nytras Zeit hat eine deutsche Hürdensprinterin seit über 20 Jahren nicht mehr geschafft.

von: Jörg Niemeyer (Weser Kurier)

Paukenschlag durch Anne Marchewski

Anne Marchewski vom Bremer LT / TuS Komet Arsten sprintete bei der DLV-Juniorengala in Mannheim mit 13,46 Sekunden über 100 Meter Hürden zu einer neuen persönlichen Bestleistung. Die 22-Jährige steigerte ihre Saisonbestleistung bei optimalen äußeren Bedingungen um mehr als eine halbe Sekunde und findet sich nun in der aktuellen deutschen Bestenliste auf Rang 9 wieder.

„Endlich ist der Knoten geplatzt“, freute sich die überglückliche Sportsoldatin, die im Herbst 2008 von Potsdam in die Trainingsgruppe von Jens Ellrott nach Bremen wechselte, sportlich aber aus krankheits- und verletzungsbedingten Gründen in der neuen Heimat noch nicht so recht Fuß fassen konnte. „Meine bisher schnellste Zeit bin ich 2007 als Deutsche Jugendvizemeisterin gelaufen, da wurde es langsam Zeit für einen neuen Bestwert.“ Auch Trainer Ellrott fiel ein Stein vom Herzen: „Ich wusste immer, dass Anne so schnell laufen kann, dass sie es aber nach dem bisher eher unbefriedigenden Saisonverlauf auf so spektakuläre Weise zeigt, freut mich natürlich besonders für sie.“

Carolin Nytra mit Bestzeit bei DLV-Gala

Bochum (jgr). So allmählich muss Carolin Nytra vom Bremer Leichtathletik Team/TuS Komet Arsten als sichere Medaillenkandidatin für die EM Ende Juli in Barcelona gehandelt werden: Gestern trumpfte die dreimalige deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden bei der DLV-Gala in Bochum-Wattenscheid trotz einer starken Erkältung und trotz Gegenwinds (1,7 m/s) mit neuer persönlicher Bestzeit von 12,77 Sekunden auf – Platz zwei in der aktuellen europäischen Rangliste. „Zum ersten Mal seit Langem haben sich heute beim Aufstehen die Beine richtig gut angefühlt“, sagte die 25-Jährige. Ihre starken Kopfschmerzen hatte sie mit Medikamenten erfolgreich bekämpft, sodass ihrem Start dann doch nichts mehr im Wege stand. „Es war ihre Entscheidung“, sagte Trainer Jens Ellrott, „und angesichts dieser Zeit haben wir alles richtig gemacht.“ Die deutschen Konkurrentinnen wie Nadine Hildebrand (Kornwestheim/Zweite im Finale mit 13,14 Sekunden) oder Cindy Roleder (Leipzig/Vierte in 13,22) braucht die Bremerin nicht zu fürchten – die ganze Konzentration kann ab sofort der Russin Tatyana Dektyareva (Jahresbestzeit 12,68) oder der Schwedin Susanna Kallur (12,78) gelten. „Ich bin froh, dass ich mich nun auf einem 12,80er-Niveau eingependelt habe“, zeigte sich Carolin Nytra mit ihrer Form höchst zufrieden. Die Hürdensprinterin hofft jetzt auf eine Einladung fürs Diamond-League-Meeting in Lausanne am 8. Juli – es wäre der vorletzte Formtest vor der EM. „Und einer gegen stärkste Rivalinnen“, ergänzte Ellrott.

Quelle: Weser Kurier

LM-Titel und DM-Quali für Simon Böhling im 10-Kampf

Simon Böhling vom Bremer LT / TuS Komet Arsten sorgte bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften des Bremer und Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes im Mehrkampf für einen Paukenschlag. Im ersten 10-Kampf seiner Karriere wurde der B-Jugendliche auf Anhieb und mit großem Vorsprung Landesmeister und qualifizierte sich mit 6.489 Punkten souverän für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften. Nebenbei holte sich der 17-Jährige am ersten Tag den 5-Kampf Landesrekord. Den Landesrekord im 10-Kampf verfehlte er nur um 26 Punkte.

Böhlings Leistungen im einzelnen: 100m: 11,44sec, Weit: 6,53m, Kugel: 14,72m, 400m: 54,63sec – 110mH: 16,14sec, Diskus: 43,54m, Stab: 3,30m, Speer: 51,68m, 1500m: 5:09,04min.

Carolin Nytra startet mit EM-Norm

Licht und Schatten brachten die ersten Freiluftwettkämpfe für Bremens Top-Leichtathletinnen Carolin Nytra und Jonna Tilgner vom Bremer LT/ TuS Komet Arsten. Während 100 Meter Hürdensprinterin Nytra so schnell in die Saison einstieg wie nie zuvor und mit 12,91 Sekunden auf Anhieb die EM-Norm knackte, lief es für 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner auch im zweiten Saisonrennen noch nicht wie erwünscht.

Das Bremer Meeting „Run for Help“, das am vergangenen Samstag auf Platz 11 stattfand, war für Carolin Nytra von jeher ein gutes Pflaster. So steigerte die 25-Jährige dort vor zwei Jahren ihre persönliche Bestleistung um mehr als zwei Zehntelsekunden und verfehlte damals die Olympia-Norm nur um eine Hundertstelsekunde. Ihren eigenen Meeting-Rekord von 12,93 Sekunden aus eben diesem Jahr hat die Deutsche Meisterin gestern geknackt. Und das, obwohl Nytra erst seit knapp zwei Wochen wieder schmerzfrei trainieren kann, nachdem ihr seit Mitte Januar Probleme im Bereich des Gleitgewebes der Achillessehne arg zugesetzt hatten. Zur Erinnerung: Trotz der weltweit fünftschnellsten Zeit im Winter hatte genau diese Probleme eine Teilnahme an der Hallen-WM unmöglich gemacht. „12,91 Sekunden und das bei Gegenwind sind mehr als ich mir erhofft hatte“, strahlte die Bremerin nach ihrem gelungenen Saisondebut. Am kommenden Freitag wird Nytra beim Diamond-League Meeting in Oslo gegen die versammelte Weltklasse versuchen, diese Zeit zu unterbieten.

Weniger gut läuft es zu Saisonbeginn für 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner. Nach mäßigen 57,31 Sekunden zum Saisoneinstieg Pfingstmontag in Rehlingen folgten in Bremen 57,79 Sekunden. „Das entspricht in keinster Weise dem Anspruch, mit dem wir in die Saison gestartet sind“, zeigt sich Trainer Ellrott enttäuscht. „Dabei fühlt Jonna sich gut und war an der achten Hürde noch eine halbe Sekunde schneller als in Rehlingen. Vielleicht war es der starke Gegenwind, der sie auf der Zielgeraden ausgebremst hat, vielleicht fehlt ihr zurzeit aber auch einfach die notwendige Lockerheit“, sucht der Coach nach Erklärungen. Die kommende Woche wird für Tilgner dann schon zur Woche der Wahrheit, denn in Baunatal und Regensburg stehen die Ausscheidungsrennen für die Team-EM über 400 Meter Hürden und 400 Meter an.

 

 

Carolin Nytra und Sebastian Bayer sind Bremens Sportler des Jahres 2009

Obwohl es zum Schluss noch einmal spannend wurde: letztendlich setzen sich die Favoriten bei der Bremer Wahl Sportler des Jahres 2009 durch.
Auf dem Ball des Sports im Congress Centrum Bremen entschied das Ballpublikum in der letzten Stufe des dreigeteilten Verfahrens (nach Internet/Zeitung und Jury) über die Sieger. Ihren Titel aus dem Vorjahr konnte die Leichtathletin Carolin Nytra erfolgreich verteidigen.
Auch der 2. Pokal blieb quasi in der Familie. Der Weitspringer Sebastian Bayer - Lebensgefährte von Carolin Nytra - setzte sich bei den Männern durch und wurde Sportler des Jahres 2009. Beide Sportler gehören dem Bremer LT/TuS Komet Arsten an. Der Siegeszug der Lateinformation vom Grün-Gold-Club Bremen konnte auch in diesem Jahr nicht von den starken Gegnern gestoppt werden. Insgesamt siebenmal hintereinander holte sich die Formation (Weltmeister des Jahres 2009) jetzt den Titel Mannschaft des Jahres.
Extra zum Gratulieren angereist kam aus München die Bronzemedaillengewinnerin Anja Huber (Skeleton). Als sympathische Botschafterin der Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 brachte sie kurz nach den Spielen olympisches Flair in das Congress Centrum und feierte bis in die früheren Morgenstunden mit den Sportlerinnen und Sportlern und den zahlreichen Gästen ein rauschendes Ballfest.

Ein historischer Moment

Hürdensprinterin Carolin Nytra vom Bremer LT / TuS Komet Arsten hat im Rahmen der Deutschen Hallenmeisterschaften am 27. / 28. 02. 2010 in Karlsruhe für einen historischen Moment gesorgt.

Ihr erster Hallentitel mit 7,89 Sekunden im 60m-Hürden Finale bedeuten aktuell nicht nur Rang 1 in Europa und Rang 4 in der Welt.

Caro ist seit dem 28.02. gemeinsam mit Kirsten Bolm und Claudia Zaczkiewicz die schnellste "westdeutsche" Kurzhürdlerin aller Zeiten.

Ewige Hallenbestenliste der Deutschen Leichtathletik in 60 Meter Hürden:

7,73  Cornelia Oschkenat (Berlin) 25.2.1989

7,75  Bettine Jahn (Karl-Marx-Stadt) 05.3.1983

7,76  Gloria Siebert (Cottbus) 05.2.1988

7,89  Kerstin Knabe (Leipzig) 22.2.1986

7,89  Claudia Zaczkiewicz (Mannheim) 07.2.1988

7,89  Kirsten Bolm (Köln) 09.3.2002

7,89  Carolin Nytra (Bremen) 28.2.2010

7,90  Annelie Ehrhardt (Magdeburg) 09.3.1974

7,91  Ulrike Denk (Leverkusen) 22.2.1986

7,94  Johanna Klier (Erfurt) 11.3.1978

7,94  Sabine John (Leipzig) 22.1.1984

7,94  Juliane Sprenger-Afflerbach (Kreuztal) 04.2.2004

Gold und Silber für Nytra und Tilgner bei DM

„Die Zeit habe ich gestern Abend aufgeschrieben.“ Jens Ellrott, Trainer von Carolin Nytra, Deutschlands bester Kurzhürdensprinterin, war dennoch lange beinahe sprachlos nach dem Paukenschlag seiner Athletin bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in der Karlsruher Europahalle. Über 60 Meter Hürden holte Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten in europäischer Jahresbestzeit von 7,89 Sekunden den Titel. Ihre Vereinskameradin Jonna Tilgner gewann über 400 Meter knapp geschlagen die Silbermedaille.

Dieser Bremer Doppelerfolg kam innerhalb einer guten halben Stunde zustande. Entsprechend erfreut zeigte sich Verbandspräsident Matthias Reick, durfte er doch gleich zweimal zur Siegerehrung schreiten. „Jonna ist mutig angegangen und hat auf Grund der Tatsache, dass sie im Vorfeld ja nicht ganz gesund war, eine tolle Leistung gezeigt. Caro war einfach 'outstanding'.“

Dass der BLV-Präsident für die Leistung von Carolin Nytra auf Anhieb kein deutsches Wort einfiel, unterstreicht vielleicht sogar noch die Bedeutung dieser 7,89 Sekunden, dieser fantastischen Vorstellung von Karlsruhe: Persönliche Bestzeit gesteigert um eine Zehntelsekunde, Meisterschaftsrekord, europäische Jahresbestleistung und jetzt Platz vier in der aktuellen Weltrangliste. Bei Carolin Nytra hat im Finallauf alles gepasst.

Die Bremerin selbst hatte es „so schnell niemals erwartet“. „Meine Startnummer war ja die 78, also haben wir gestern Abend gescherzt, es könnte ja eine 7,8er-Zeit geben. Aber gehofft habe ich eigentlich auf eine 7,96.“ Nach dem Ausrufezeichen der Titelverteidigerin Nadine Hildebrand (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg), die im Vorlauf die Hallen-WM-Norm von 8,05 Sekunden lief (Nytra Vorlauf 8,10), setzte aber im Finale die BLT-Athletin das ganz große Ausrufezeichen. Es war im übrigen der allererste Hallentitel für Carolin Nytra.

Den hätte sich gerne auch Jonna Tilgner geholt, doch über 400 Meter war Wiebke Ullmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) in 54,23 Sekunden knapp schneller. Jonna Tilgner, bereits im Vorjahr in Leipzig Deutsche Vizemeisterin, lief 54,34 Sekunden und damit exakt so schnell wie Tags zuvor im Vorlauf. „Nachdem ich mich die ganze Saison über ein bisschen gequält habe, habe ich hier das Beste rausgeholt“, gab Jonna Tilgner nach dem Rennen zu Protokoll. „Gerne hätte ich das Abonnement auf Platz zwei hier abgelegt, aber wenn man mich vorher gefragt hätte, hätte ich nicht gesagt, dass ich hier eine Medaille holen kann.“ Mit dem Saisonabschluss ist die Bremerin nun zufrieden und will im Sommer wieder voll angreifen.

Apropos Saisonabschluss: Der ist für Carolin Nytra nun wegen des Erfolges in weitere Ferne gerückt. „Ich werde auf jeden Fall für die Hallen-WM in Doha (Katar) nominiert“, sagte Carolin Nytra. Heute wird eine Untersuchung an ihrer Achillessehne vorgenommen, danach wird der DLV-Arzt entscheiden, ob Carolin Nytra die Reise in die Wüste auch antreten soll. Ausgang momentan also noch offen.

Im Sog von Carolin Nytra und Jonna Tilgner kämpfte sich Anne Marchewski, ebenfalls vom Bremer LT/TuS Komet Arsten bravourös ins B-Finale über 60 Meter Hürden, Dort wurde die Bremerin Fünfte in 8,53 Sekunden, im Vorlauf war sie in 8,46 Sekunden nur um eine Hundertstelsekunde an ihrer persönlichen Bestzeit vorbeigeschrammt.

Marc Gogol

Annemarie Pantke 8. bei Hallen-DM über 400m

Nach zwei „Seuchenjahren“, durchzogen von Krankheiten und Verletzungen, soll es für die ehemalige C-Kader Athletin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und 4. der Deutschen B-Jugendmeisterschaften von 2007 über 400 Meter, Annemarie Pantke vom Bremer LT/TuS Komet Arsten, 2010 einen Neubeginn geben.

Und nach Abschluss der Hallensaison sieht es ganz danach aus, als sollte dieses Vorhaben gelingen: Vor zwei Wochen wurde die 18-Jährige in Hannover Norddeutsche Jugendhallenmeisterin über ihre Paradestrecke und lief dabei bis auf 3/100 Sekunden an ihre Hallenbestleistung aus dem Jahr 2007 heran, und jetzt erreichte sie bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Halle/Saale das Finale über 400 Meter. Dass dort eine Erkältung, die sich bereits seit Wochenbeginn bemerkbar machte, nicht mehr als 58,24 Sekunden und Rang 8 (Vorlauf 58,00 Sekunden) zuließ, ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, aber nichtsdestotrotz sind Spaß und Motivation wieder zurück.

„Ich wollte hier unbedingt laufen, auch wenn die Halsschmerzen mich schon im Vorlauf stark behindert haben, aber meine Beine haben sich super angefühlt. Dienstag lasse ich mir jetzt einen Weisheitszahn ziehen, damit er mich im Sommer nicht ärgert, und eine Woche später beginnt die Vorbereitung auf die Freiluftsaison“, äußerte sich Bremens einzige Einzelstarterin in Halle nach ihrem Finale. Und im Sommer will die Psychologiestudentin dann erstmals unter 56 Sekunden laufen und sich für die 4x400 Meter Staffel des DLV  für die U20-Weltmeisterschaften im kanadischen Moncton empfehlen.

Nytra knackt 8-Sekunden-Marke

Zwei Wochen vor den Deutschen Meisterschaften in Karlsruhe knackte Deutschlands schnellste Hürdensprinterin, Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten, bei den „Erdgas Athletics“ in Leipzig über 60 Meter Hürden erstmals in ihrer Karriere die Acht-Sekunden-Marke und etablierte sich damit in den Top-Ten der diesjährigen Weltbestenliste.

In einem engen Finale, das die Jamaikanerin Lacena Golding-Clarke in 7,98 Sekunden gewann, wurde Carolin Nytra in 7,99 Sekunden 2. vor der US-Amerikanerin Kelli Wells, die 8,00 Sekunden lief. „Im vierten Wettkampf innerhalb von zwei Wochen war ich etwas müde, entsprechend zäh war meine Startphase“, zeigte sich Nytra überrascht vom Zeitpunkt ihrer ersten Zeit mit einer „Sieben“ vor dem Komma, „aber hinten raus lief es dafür viel besser als zuletzt. Wenn ich jetzt die erste Rennhälfte von Stuttgart mit der zweiten von Leipzig kombiniere, müsste es bei den Deutschen sogar noch etwas schneller gehen.“

„7,99 Sekunden entsprechen Caros Freiluftbestzeit von 12,78 Sekunden über die 100 Meter Hürden. Das zeigt, dass das Durchbrechen der Acht-Sekunden-Grenze über 60 Meter Hürden eine höhere Qualität besitzt, als das Knacken der 13-Sekunden-Marke über 100 Meter Hürden vor zwei Jahren. Caro hat in der Halle zum ersten Mal das Niveau ihrer Freiluftbestzeit erreicht, und das war unser Ziel im Hinblick auf die Europameisterschaften im Sommer in Barcelona, wo Caro um die Medaillen mitlaufen soll“, ist auch Trainer Ellrott stolz auf das Resultat seines Schützlings.

Nicht so rund läuft es zwei Wochen vor den nationalen Hallentitelkämpfen dagegen bei der amtierenden Deutschen Meisterin über 400 Meter Hürden, Jonna Tilgner (BLT/TuS Komet Arsten), die in Leipzig erstmals in dieser Hallensaison über die 400 Meter an den Start ging. Das Ergebnis von 54,75 Sekunden entspricht überhaupt nicht den Trainingsleistungen und den daraus erwachsenen Zielen. „Ich komme im Wettkampf einfach nicht ins Rollen. Ich muss zu viel Kraft aufwenden, um schnell zu werden. Dabei sind meine Schnelligkeitswerte besser als je zuvor“, zeigt sich die Athletin ratlos.

Annemarie Pantke ist Norddeutsche Meisterin über 400m

Nach zweijähriger verletzungs- und krankheitsbedingter Leidensgeschichte meldete sich 400 Meter Läuferin Annemarie Pantke vom Bremer LT/TuS Komet Arsten mit einem Paukenschlag zurück. Bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten gewann die 18-Jährige den Titel in ihrer Paradedisziplin und lief mit 57,67 Sekunden bis auf drei Hundertstelsekunden an ihre Bestzeit aus dem Jahr 2007 heran. „Das war der Kick, den ich nach all den Rückschlägen gebraucht habe, um im Sommer vielleicht doch meinen großen Traum, die Teilnahme an den U20-Weltmeisterschaften, realisieren zu können“, freute sich der Schützling von Rita Böcker und Jens Ellrott nach seinem Lauf. „Endlich hat sich die Quälerei im Training wieder gelohnt.“

Vizemeisterin über 60 Meter Hürden der Frauen wurde Anne Marchewski in 8,64 Sekunden. Bis zur dritten Hürde sah es sogar so aus, als könne die 21-Jährige ihren Titel vom vergangenen Jahr verteidigen, dann aber lief Marchewski zu dicht auf die Hürde auf und blieb mit den Nachziehbein hängen. Nutznießerin dieses Missgeschicks war die Berlinerin Helene Degen. Den Medaillensatz für den Verein komplett machte die Deutsche 400 Meter Hürdenmeisterin Jonna Tilgner (alle beide BLT/TuS Komet Arsten), die über 200 Meter in 24,66 Sekunden 3. wurde. „Nach meiner Bestzeit unter der Woche über 60 Meter und meinen Trainingswerten müsste ich eigentlich viel schneller laufen können. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt“, haderte die angehende Psychologin mit ihrer Zeit.

weitere Ergebnisse für das BLT/TuS Komet Arsten:

Hochsprung Männer:

12. Martin Jakobs-Woltering mit 1,83m

Kugelstoßen männliche Jugend A:

7. Simon Böhling mit 13,37m

8. Finn Schmeling  mit 12,74m

Carolin Nytra sprintet zu Hallen-WM Norm

Nach drei Läufen zwischen 8,08 und 8,06 Sekunden platzte bei Carolin Nytra im dritten Wettkampf innerhalb einer Woche der Knoten. Beim Sparkassen-Cup in Stuttgart lief die 24-Jährige im Vorlauf mit 8,01 Sekunden Bestzeit, Deutsche Jahresbestleistung und auf Platz 10 in der aktuellen Weltbestenliste. Gleichzeitig  unterbot sie die Hallen-WM Norm von 8,05 Sekunden deutlich. In einem Weltklassefeld musste die Bremerin im Finale als 3. nur die beiden Erstplatzierten der letzten Hallen-WM, Priscilla Lopes-Schliep aus Kanada (7,82) und Lolo Jones aus den USA (7,97) den Vortritt lassen. Mit 8,02 Sekunden bestätigte Nytra zudem ihr Vorlaufergebnis. „Bis zur dritten Hürde war es das beste Rennen, das ich von Caro je gesehen habe“, war Trainer Ellrott beeindruckt von seiner Athletin. Zu dem Zeitpunkt lag sie mit der Kanadierin gleichauf. „Ihre frühere Schwäche, die Startphase, ist zu ihrer Stärke geworden. Jetzt müssen wir bis zur DM in drei Wochen daran arbeiten, die höhere Geschwindigkeit, mit der sie aus der dritten Hürde herauskommt, fortzuführen.“ Großes Ziel der dreifachen Deutschen Meisterin ist eine Medaille bei den Europameisterschaften im Sommer in Barcelona.

Carolin Nytra 1/100 Sekunde an Bestzeit und WM-Norm vorbei

Fünf Tage nach ihrem gelungenen Saisoneinstieg über 60 Meter Hürden beim Länderkampf in Glasgow mit 8,08 Sekunden lief Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten beim PSD Bank-Meeting in Düsseldorf als 5. des Endlaufs mit 8,06 Sekunden bis auf eine Hundertstelsekunde an ihre persönliche Bestleistung und die Hallen-WM Norm von 8,05 Sekunden heran.

„Mein Ziel ist es, unter 8,00 Sekunden zu laufen. An der WM-Norm will ich mich deswegen nicht zu sehr aufhalten“, zeigte sich die Bremerin ob der verpassten Norm aber nicht enttäuscht. In Glasgow war es bis zur dritten Hürde gut, heute bis zur 4. Wenn sich das so fortsetzt, müsste am Samstag in Stuttgart alles passen. Wirklich arbeiten muss ich jetzt nur noch an meinem Startverhalten. Die Angst, einen Fehlstart zu produzieren und damit disqualifiziert zu werden, sitzt mir im Block noch zu sehr im Nacken.“

Dabei muss die dreifache Deutsche Freiluftmeisterin beim Sparkassen-Cup in Stuttgart wahrscheinlich schon im Vorlauf alles geben, um das Finale der sechs Besten zu erreichen, denn mit den beiden führenden der Weltbestenliste, Lolo Jones und Yvette Lewis aus den USA, der Vizeweltmeisterin von Berlin, Priscilla Lopes-Schliep aus Kanada, und der dritten und vierten der Hallen-WM von vor zwei Jahren, Anay Tejeda aus Kuba und Lacena Golding-Clarke aus Jamaika hat Meeting-Direktor Alain Blondel ein fantastisches Feld verpflichtet.

Jonna Tilgner 3. und 5. bei Hochschul-DM

400m-Hürdenläuferin Jonna Tilgner vom Bremer LT/TuS Komet Arsten testet sich in der Hallensaison weiter erfolgreich in der Unterdistanz. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften am Mittwoch in Frankfurt stellte die 25-Jährige als 5. im Finale über 60 Meter mit 7,74 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit auf. Über 200 Meter wurde die Bremerin in 24,69 Sekunden sogar 3., haderte aber nach dem Endlauf mit ihrem Schrittmuster. „Mit einer 7,74 über 60 Meter muss ich deutlich unter 24,50 Sekunden laufen können, aber ich habe mich einfach nicht getroffen“, analysierte Tilgner ihren Lauf. Am Sonntag bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover soll der Knoten über die Hallenrunde dann endlich platzen.

Deutlich verbessert gegenüber den Landesmeisterschaften zeigte sich Anne Marchewski über 60m Meter Hürden. Als 5. lief die 21-Jährige in Frankfurt 8,63 Sekunden. „Das ist zwar immer noch nicht das, was sie kann, aber die Verbesserung um 15 Hundertstel Sekunden in zehn Tagen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Trainer Ellrott über die Aufwärtstendenz.

 

 

Carolin Nytra startet so schnell wie noch nie in die Saison

Beim Hallen-Länderkampf der Leichtathleten zwischen Gastgeber und Sieger Großbritannien (63 Punkte), den zweitplatzierten US-Amerikanern (60), dem Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, das mit 51 Punkten auf Rang 3 landete, einer Commonwealth-Auswahl (49) und Schweden (30) stand im Deutschen Aufgebot mit Carolin Nytra vom BLT/TuS Komet Arsten auch eine Bremerin.

Deutschlands schnellste Hürdensprinterin der vergangenen Jahre startete im schottischen Glasgow mit 8,08 Sekunden so gut wie noch nie in eine Hallensaison. Als Dritte musste sie sich nur der britischen 7-Kampf Weltmeisterin Jessica Ennis (7,95 Sekunden) und der Hallenweltmeisterin über 60 Meter Hürden Lolo Jones (7,97 Sekunden) aus den USA geschlagen geben. Nytra blieb nur drei Hundertstelsekunden über ihrer bei den Hallen-Europameisterschaften 2009 in Turin aufgestellten Bestzeit von 8,05sec, gleichzeitig Norm für die im März in Doha (Katar) stattfindenden Hallen-Weltmeisterschaften.

„Trotz langsamer Reaktionszeit, weil ich keinen Fehlstart riskieren wollte, war ich bis zur dritten Hürde mit Lolo und Jessica gleichauf. Zwischen den letzten beiden Hürden konnte ich aber die Schrittfrequenz noch nicht halten und bin jeweils zu dicht auf die Hürde aufgelaufen“, war die 25-Jährige dennoch hochzufrieden mit ihrem Saisoneinstieg.

Bereits in der kommenden Woche wird Nytra bei den topbesetzten Meetings in Düsseldorf (Mittwoch) und Stuttgart (Samstag) versuchen, ihre Bestzeit anzugreifen. „In Glasgow hatte Caro nur einen Lauf. Wenn es dazu der erste in der Saison ist, fehlt einfach noch die Sicherheit. Darüber hinaus zieht jetzt jeder Fehlstart die sofortige Disqualifikation nach sich, dementsprechend vorsichtig war sie am Start. Umso höher ist Caros Leistung einzuschätzen“, freut sich auch Trainer Jens Ellrott über den gelungenen Einstieg seines Schützlings.

Carolin Nytra auch ohne Hürden schnell

Vor ihrem Hürdendebüt am kommenden Wochenende beim Länderkampf gegen die USA, Großbritannien, Schweden und ein Commonwealth-Team im schottischen Glasgow stellte sich Deutschlands schnellste Kurzhürdlerin, Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten, zum Saisonauftakt bei den Hallenmeisterschaften Bremens und Niedersachsens in Hannover der Konkurrenz über 60m. 7,50sec bedeuteten dabei nicht nur den Titel und eine neue persönliche Bestzeit, sondern den Sprung in die aktuelle Top-Ten über 60m in Deutschland. „So habe ich mir den Einstieg vorgestellt. Endlich haben die 60 Meter mal in meinen Terminplan gepasst. Jetzt können die Hürden kommen“, freute sich die Bremerin.

Den zweiten Titel für das BLT/TuS Komet Arsten holte die Deutsche 400 Meter Hürdenmeisterin  Jonna Tilgner. Zum Saisoneinstieg über 200m am Start, hielt die 25-Jährige in einem spannenden Finale die U-20 Europameisterin mit der 4x100 Meter Staffel, Ruth Sophia Spelmeyer aus Oldenburg mit 24,67 zu 24,69 Sekunden in Schach. „Die letzten 50 Metern waren noch etwas unrund, aber dafür, dass ich die engen Kurvenradien durch die fehlende 200 Meter Rundbahn in Bremen gar nicht trainieren kann, bin ich zufrieden“, äußerte sich Tilgner, die auch bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften Anfang Februar in Frankfurt über 200 Meter an den Start gehen wird.

Vizemeisterin über 60 Meter Hürden wurde nach einem Jahr verletzungsbedingter Pause Anne Marchewski (BLT/TuS Komet Arsten). 8,78 Sekunden entsprachen zwar nicht den Vorstellungen der Athletin und dem Trainer des Trios, Jens Ellrott. „Aber wir wissen, woran es liegt. Es kommt jetzt darauf an, den Fehler möglichst schnell auszumerzen“, gibt sich Ellrott optimistisch, dass sein Schützling schon bald wird wesentlich schnellere Zeit laufen können.

Alle drei Zeiten bedeuten im übrigen die Qualifikation für die am letzten Februarwochenende in Karlsruhe stattfindenden Deutschen Hallenmeisterschaften.

Über 400 Meter startete nach fast zweijähriger krankheitsbedingter Pause Annemarie Pantke (BLT/TuS Komet Arsten) ihr Comeback. Mit 58,14 Sekunden war die noch A-Jugendliche als 3. eine halbe Sekunde langsamer als geplant. Der Respekt vor der Strecke war ihr nach so langer Abstinenz allerdings noch anzumerken. Nachdem die Norm für die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften aber geschafft ist, will die Psychologiestudentin in zwei Wochen bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften ihre Hallenbestzeit von 57,64 Sekunden angreifen.

Bei der männlichen Jugend B überzeugte der 16-jährige Simon Böhling (BLT/TuS Komet Arsten) mit persönlicher Bestleistung als 2. mit 15,53 Metern im Kugelstoßen.

 

1998 - 2009 -- Ein Rückblick--

Der Bremer Leichtathletik-Verband feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen.

In dieser Dekade spielt die LA-Abteilung des VfB Komet / TuS Komet Arsten eine herausragende Rolle!

Nachstehend die größten Erfolge der Abteilung in den letzten 10 Jahren:

9 Bundeskaderberufungen seit 2002, davon 1 A-Kader,

11 Deutsche Meistertitel im Junioren- und Erwachsenenbereich seit 2005,

2 Meisterschaftsrekorde bei Deutschen Meisterschaften seit 2009,

3 Hallen-EM Teilnehmer 2007 und 2009, davon 1 Halleneuropameistertitel 2009,

1 Halleneuroparekordler seit 2009,

2 Mannschaftseuropameister 2009,

2 mehrfache Europacup-Teilnehmer seit 2008,

7 Länderkampfberufungen seit 2004,

2 6. Plätze bei U23-Europameisterschaften 2005 und 2007,

2 EYOF-Teilnehmer 2003 und 2005 (inoffizielle B-Jugend EM), davon 1 mit Silbermedaille,

2 Olympiateilnehmer, davon je 1 Halbfinal- und Finalplatzierung in Peking 2008,

3 WM-Teilnehmer, davon 2 Halbfinalplatzierungen in Berlin 2009,

Universiade Bronze 2007 und Silber 2009.

Für o.g. Erfolge sorgten:

Sebastian Bayer, Julian Geißhirt, Dennis Krotky, Sergej Litvinov, Carolin Nytra, Annemarie Pantke, Catharina Reppin, Jonna Tilgner und Eugen Wisotzki.

Jens Ellrott

Schnelle Crossläuferinnen

Beim Crosslauf des LC Hansa Stuhr gingen am vergangenen Samstag mit Fenja Dally und Lea Emde zwei schnelle B-Schülerinnen des BLT/TuS Komet Arsten an den Start. Die mit Fackeln abgesteckte Streckenlänge betrug 950 m, dreimal musste sie durchlaufen werden. Fenja Dally legte die 2850m in 13:26min zurück und holte sich den Sieg vor Carolin Bothe (13.52 min.) von der  LG Syke/Diepholz.  Lea Emde wurde nach einem starken Schlussspurt in 14:24 min 3.

Bereits am Wochenende zuvor zeigten die beiden B-Schülerinnen ihre Ausdauerfähigkeiten beim Waldkaterlauf in Melchiorshausen. Dort belegten Fenja und Lea auf der 1400m langen Strecke ebenfalls die Plätze 1 und 3 in 6:08min und 6:15min.

Auch die erst 10-jährige Kim-Michelle Schwenke war vor den Toren Bremens am Start und belegte bei den C-Schülerinnen über die 1200m in 4:47 min den ersten Platz.

Empfang für Bremer Leichtathleten

Bereits vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin hatte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer - der während der WM selbst begeisterter Gast im Olympiastadion war - die Bremer Teilnehmer für den 24. August zum Senatsempfang ins Rathaus eingeladen.

Ebenso wie der Präsident des LandesSportBundes, Peter Zenner, und der Präsident des Bremer Leichtathletik-Verbandes, Dr. Matthias Reick, dankte der Senator den beiden Halbfinalistinnen über 100m- und 400m-Hürden, Carolin Nytra und Jonna Tilgner, Weitspringer Sebastian Bayer, der aufgrund seiner Fußverletzung das Finale der besten 12 knapp verpasste, und Trainer Jens Ellrott für das Geleistete.

Eine besondere Ehre wurde in diesem Rahmen Sebastian Bayer zuteil. Der 23-Jährige, der im Frühjahr mit Europarekord (8,71m) Halleneuropameister geworden war, durfte sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

 

Carolin Nytra in WM-Form

Die Nationalmannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wurde am Sonntag bei der DAK Leichtathletik-Gala in Wattenscheid vor 10.000 begeisterten Zuschauer trotz Nieselregens sehr stimmungsvoll zur Heim-Weltmeisterschaft in Berlin (15. bis 23. August) verabschiedet.

Zur guten Stimmung trug auch Carolin Nytra vom Bremer LT / TuS Komet Arsten bei. Die Bremerin präsentierte sich über 100 Meter Hürden in prächtiger Form. Den ersten Lauf gewann sie bei Gegenwind (0,6 m/s) in 12,97 Sekunden, im zweiten Rennen hatte sie, erneut bei 0,6 m/s Gegenwind mit 12,88 Sekunden die auf den letzten Metern nur noch austrudelnde, weil zuvor gestrauchelte Hallen-Weltmeisterin und Weltjahresbeste Lolo Jones (13,23 sec) im Griff. Nur der weiteren US-Amerikanerin Yvette Lewis (12,87 sec, SB) musste sie sich knapp geschlagen geben.

Nach 53,88 Sekunden über 400 Meter war dagegen Vereinskameradin Jonna Tilgner weniger gut gelaunt und enttäuscht. Keine Erklärung für den schwachen Lauf über die Stadionrunde (Platz 8) hatte Trainer Jens Ellrott, der nun sogar den Staffeleinsatz über 4x400 Meter in Berlin gefährdet sieht (nicht die Nominierung!). Da hofft Jonna Tilgner eher noch auf positive Nachrichten: "Wir sind fünf gute Staffelläuferinnen. Insofern könnte mich der DLV ja vorher ohne Risiko auch die 400 Hürden in der Einzelkonkurrenz laufen lassen."

Am Montag um 13 Uhr wissen wir mehr, dann gibt's das offizielle DLV-Aufgebot für die WM.

Marc Gogol

WM Teilnehmer aus Singapur und von den Malediven zu Gast in Bremen

Von diesem Wochenende an bis zum 12. August bereiten sich neben den BLTlern Sebastian Bayer, Carolin Nytra und Jonna Tilgner, vier Athleten aus Singapur und von den Malediven in Bremen auf die am 15. August in Berlin beginnenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften vor.

Während das Team aus Singapur mit einem 110 Meter Hürdensprinter und einer 100 Meter Sprinterin kommt, reisen die Malediven mit einem 100 Meter Sprinter und einer 800 Meter Läuferin an. Begleitet werden beide Länder von jeweils einem Trainer.

Möglich macht die Teilnahme dieser vier Athleten, von denen keiner die internationale Norm erfüllt hat, der Leichtathletik Weltverband (IAAF). Die IAAF gestattet jedem Entwicklungsland den Start je eines männlichen und weiblichen Teilnehmers, allerdings ausschließlich für Bahnwettbewerbe.

„Von dem Hürdensprinter weiß ich, dass er eine Bestzeit um 14,40 Sekunden stehen hat, zu den anderen Dreien kann ich noch gar nichts sagen“, äußert sich der Vizepräsident Leistungssport des Bremer Leichtathletik-Verbandes, Jens Ellrott, zum Leistungsniveau der Athleten.

Betreut werden die beiden Gruppen, die im Lidice Haus auf dem Stadtwerder wohnen werden, in den nächsten gut zwei Wochen vom Bremer LT. Trainieren werden die „Exoten“ in erster Linie auf den Sportstätten in der Pauliner Marsch (Platz 11 sowie Halle und Kraftraum Weserstadion). Über die Begleitung des Trainings hinaus sind unter anderem eine Stadtführung und eine Hafenrundfahrt sowie ein Ausflug nach Bremerhaven geplant.

„Wir haben ein rundum-sorglos-Paket für die beiden Teams organisiert und sind gespannt auf die kommenden zwei Wochen“, freut sich die Jugendsprecherin des Bremer Leichtathletik-Verbandes, Kathi Rohrmann, die für die Koordination der Termine vor Ort verantwortlich ist.

Silber für Jonna Tilgner bei Universiade

Jonna Tilgner vom Bremer LT/TuS Komet Arsten hat am Donnerstag Abend für das erste deutsche Edelmetall der Leichtathleten bei der Universiade gesorgt, die momentan in der serbischen Hauptstadt Belgrad stattfindet. Im Finale über 400 Meter Hürden lief die für die Uni Bremen startende 24-Jährige 56,02 Sekunden und erkämpfte sich damit Silber. Am schnellsten war wie bereits nach den Vorläufen die bulgarische Europameisterin Vanya Stambolova. Die 25-Jährige, die bis zum 9. April dieses Jahres eine zweijährige Dopingsperre abgesessen hatte, setzte sich in 55,14 Sekunden durch.

Nach Bronze vor zwei Jahren in Bangkok konnte die frisch gebackene Deutsche Meisterin ihre Platzierung damit noch einmal toppen. Allerdings verpasste Jonna Tilgner erneut die WM-Norm von 55,50 Sekunden. Am Ende überwog bei ihr aber die Freude über die gewonnene Silbermedaille: „Bis zur 8. Hürde habe ich noch in Führung gelegen, aber als die Bulgarin dann an mir vorbei zog, hatte ich nichts mehr zuzusetzen. Immerhin war es mein viertes Rennen in sechs Tagen. Nach den Deutschen hätte ich vielleicht noch einen Regenerationstag mehr gebraucht, um auf den letzten 100 Metern gegen halten zu können“, analysierte die Bremerin ihren zweitbesten Saisonlauf. „Es ist auf jeden Fall toll, wie vor zwei Jahren wieder auf dem Treppchen zu stehen.“

Bereits am Montag geht es für die Psychologiestudentin mit der 4x400 Meter Staffel für knapp zwei Wochen ins WM-Vorbereitungstrainingslager nach Kienbaum. Verpflichtend seitens des DLV - womit weitere 400 Meter Hürdenrennen in diesem Zeitraum ausgeschlossen wären. Wie damit der weitere Fahrplan in Richtung des für die WM angestrebten Einzelstarts über 400 Meter Hürden aussieht, konnte auch Trainer Jens Ellrott, der mit Sebastian Bayer und Carolin Nytra ebenfalls in Kienbaum sein wird, am Abend noch nicht sagen: „Ich werde mich dort mit den Bundestrainern 400 Meter und 400 Meter Hürden, sowie Sportdirektor Jürgen Mallow und dem Cheftrainer Track, Rüdiger Harksen, zusammen setzen, und am Ende wird ein hoffentlich gangbarer Weg für Jonna stehen“, hofft der Coach.

 

Bayer, Nytra und Tilgner bei WM in Berlin dabei

Erstmalig in seiner Geschichte stellt der Bremer Leichtathletik-Verband drei Athleten bei einer Weltmeisterschaft. Sebastian Bayer, Carolin Nytra und Jonna Tilgner, die alle drei für das Bremer LT/TuS Komet Arsten starten, werden vom 15. bis zum 23. August die Bremer Farben bei der Heim-WM in Berlin vertreten.

Dabei hat der Halleneuropameister im Weitsprung, Sebastian Bayer, die größten Chancen, am vorletzten WM-Tag im Olympiastadion im Finale vertreten zu sein. Der 23-jährige Sportsoldat, aktuell viertbester Weitspringer weltweit, verfehlte am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm mit 8,49 Meter den Deutschen Rekord nur um fünf Zentimeter. Nach krankheitsbedingt zähem Saisonstart bestätigte er damit seine fantastischen 8,71 Meter von der Hallen EM in Turin.

Auch Hürdensprinterin Carolin Nytra, die zusammen mit ihrem Freund Sebastian Bayer das neue Traumpaar der deutschen Leichtathletik bildet, darf sich nach ihren 12,78 Sekunden von Ulm berechtigte Hoffnungen machen, in Berlin ins Finale zu stürmen. In der Weltbestenliste liegt die 24-Jährige derzeit auf Rang 10, und die Analyse des Finales von Ulm hat ergeben, dass sowohl in der Startphase, als auch zwischen der sechsten und achten Hürde Reserven liegen. Zwar wird Nytra erst in der letzten Nominierungssitzung, die nach der DLV-Gala am 02. August in Wattenscheid stattfindet, nominiert, aber sie wird dabei sein. Der Grund dafür, dass die Deutsche Meisterin noch nicht berücksichtigt wurde, ist, dass Nytra die zweimal geforderten 12,96 Sekunden nur einmal gelaufen ist, und der Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in seiner Sitzung am 06. Juli nur die Athleten nominiert hat, die die Nominierungsrichtlinien zu 100 Prozent erfüllt haben. „Carolin braucht die Norm nicht noch einmal zu laufen oder einer Formüberprüfung Stand zu halten, der DLV folgt einfach seinen Richtlinien“, erklärt Trainer Ellrott die sicher nicht für alle nachvollziehbare Entscheidung. „Wir haben die Zusicherung von Sportdirektor Jürgen Mallow und dem Cheftrainer Track, Rüdiger Harksen, dass wir uns keine Sorgen mehr zu machen brauchen. Deshalb werden wir wie geplant am Samstag ins Trainingslager fahren, zwischen dem 22. Juli und 02. August noch zwei bis drei Wettkämpfe bestreiten, und uns am 10. August mit der gesamten Mannschaft in Kienbaum treffen. Von dort aus siedeln wir am 14. nach Berlin über.“

Erfreulicherweise gehört auch Jonna Tilgner bereits zu den Nominierten. Nach ihrer erfolgreichen Titelverteidigung mit Bestleistung über die 400 Meter Hürden bei den Deutschen Meisterschaften, gehört die angehende Psychologin zum Stamm der 4x400m-Staffel. Derzeit versucht sie bei den Studentenweltmeisterschaften in Belgrad die in Ulm nur um 21/100 Sekunden verpasste WM-Norm von 55,50 Sekunden zu knacken, um in Berlin auch über ihre Paradestrecke am Start sein zu können.

3 DM-Titel - 2 Meisterschaftsrekorde - 2 WM-Normen

2 Titel für das Traumpaar

Der deutsche Sport ist um ein weiteres Sommermärchen reicher. Spannender hätte auch Hollywood das Drehbuch für den Showdown bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Ulm nicht schreiben können. Carolin Nytra vom Bremer LT sprintet gestern um 15.50 Uhr souverän über die 100 Meter Hürden und sichert sich mit 12,78 Sekunden den Titel - neue persönliche Bestzeit. Beflügelt von dieser Leistungsexplosion geht Lebensgefährte Sebastian Bayer zur Weitsprunganlage, konzentriert sich kurz und legt nur zwei Minuten später mit 8,49 Meter einen Riesensatz hin.

Die Belohnung für das Traumpaar der Leichtathletik: Neben dem Gewinn der Meistertitel sind beide Bremer für die Weltmeisterschaft in Berlin qualifiziert. "Endlich hat mal alles gepasst", jubelte Carolin Nytra nach ihrem gelungenen Lauf über die Hürden. Dabei scheint die Bremerin nicht nur außerordentlich erfolgreich über die Hürden laufen zu können, sondern auch ein gutes Gefühl für Prophezeiungen zu haben. So hatte Nytra im März, nach Ende der Hallensaison, ihrem Trainer Jens Ellrott vorausgesagt, dass sie bei den deutschen Titelkämpfen mit 12,78 Meisterschaftsrekord laufen werde. "Das war mein Traum", erzählt Carolin Nytra.

Die Prophezeiung in die Tat umzusetzen, gestaltete sich jedoch nicht so einfach. Immer wieder wurde die Bremerin in der Vorbereitung von Krankheit und Verletzungen zurückgeworfen. Aber nicht nur körperlich haderte die 24-Jährige mit sich und der Welt, auch mental lief es nicht - bis gestern. "Zehn Tage lang hat Sebastian gegen meinen sturen Mädchenkopf angeredet", erzählt die neue deutsche Meisterin. Sie sei so negativ gewesen in den letzten Wochen, dass sie die psychologische Aufmunterung sowohl des Trainers wie auch des Lebensgefährten bitter nötig hatte. "Diese blöden 13 Sekunden für die WM-Norm hatten mich völlig blockiert", erklärte Carolin Nytra, die gestern nur froh war, dass "ihr Traum doch noch in Erfüllung gegangen ist."

Auch Sebastian Bayer konnte nach seiner Leistungsexplosion befreit aufatmen. "Man hat mir bestimmt die Erleichterung angemerkt", grinste der 23-jährige Lebensgefährte von Carolin Nytra. Dabei war er seinen gestrigen Wettkampf recht locker angegangen. Bereits im ersten Sprung setzte sich Bayer mit 8,14 Meter ziemlich ungefährdet an die Spitze des Starterfeldes. Allerdings fehlte noch ein Zentimeter für die geforderte WM-Norm. Das irritierte den Bremer Hallen-Europameister aber nicht. "Nach meinem ersten Sprung war mir klar, dass ich heute noch mehr schaffen würde. Nur einmal noch ein bisschen besser abspringen, dann geht’s", beschrieb der deutsche Weitsprung-Meister seine mentale Verfassung.

Und die war ziemlich stabil gestern: Trotz der Konzentration auf seinen Wettkampf ließ es sich Bayer nicht nehmen, während des Laufs seiner Freundin, diese anzufeuern und von der anderen Seite des Stadions zu applaudieren. "Dass Caro so schnell unterwegs war, hat mich echt beflügelt", freute sich Bayer nach seinem Satz über 8.49. Damit meldete er sich nur zwei Minuten nach dem Triumph seiner Freundin als Dritter der diesjährigen Weltrangliste eindrucksvoll in die Freiluftsaison zurück. "Sebastian ist unglaublich cool", beschreibt Jens Ellrott seinen Athleten. "Er war in den vergangenen Wochen der ruhige Pol in unserer Gruppe." Nur ein Mal gab es einen kleinen Emotionsausbruch. Als Bayer den Deutschen Leichtathletikverband vor ein paar Tagen kritisierte, weil er sich wegen der WM-Norm zu sehr unter Druck fühlte. "Ich denke, dass war gar nicht so ernst gemeint", sagt Ellrott, "der musste einfach mal Dampf ablassen." Und der DLV dürfte Bayers Kritik angesichts der drittbesten Weite weltweit wohl kaum übel nehmen.

 

Jonna Tilgner so schnell wie nie zuvor

Jonna Tilgner war glücklich - nur noch glücklich. Nach wochenlanger Formsuche in diversen Wettkämpfen platzte bei der 24-Jährigen ausgerechnet im Finale der deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm der Knoten: Die Studentin verteidigte über 400 Meter Hürden nicht nur ihren Titel, sondern lief in 55,71 Sekunden über die zehn Hindernisse auch gleich noch persönliche Bestzeit.

"Endlich habe ich das abgerufen, was ich mir die ganze Zeit vorgenommen hatte", freute sich Jonna Tilgner über ihre Leistungsexplosion, die dem Bremer LT/TuS Komet Arsten nach den großartigen Vortagssiegen von Sebastian Bayer im Weitsprung (8,49 m) und Carolin Nytra über 100 Meter Hürden (12,78/wir berichteten) die dritte nationale Meisterschaft bescherte. "Bei Jonna habe ich damit am wenigsten gerechnet", gestand ein erleichterter Trainer Jens Ellrott, für den das Wochenende kaum besser hätte laufen können, nachdem die bisherige Vorbereitung auf die Heim-WM im August in Berlin für das Bremer Trio nur Enttäuschungen gebracht hatte.

In Ulm zeigte sich nun, dass nicht alles verkehrt gewesen sein konnte, was die Athleten und ihr Coach in den vergangenen Wochen angestellt hatten. Zumindest Sebastian Bayer und Carolin Nytra können sich konzentriert auf die WM vorbereiten - bei Jonna Tilgner gibt es diesbezüglich aber noch Unsicherheit, weil sie die WM-Norm (55,50) um 21 Hundertstelsekunden verpasste. "DLV-Disziplintrainer Volker Beck will sie trotzdem für die WM nominieren", hofft Jens Ellrott auf ein glückliches Ende für Tilgner, die mit Blickrichtung WM ein zweites Eisen im Feuer hat: einen möglichen Start in der 400-Meter-Flachstaffel des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV). "Falls die Staffel gemeldet wird, habe ich gute Chancen", sagt sie selbstbewusst.

Dieses wiedergewonnene Selbstbewusstsein fußt auf zwei Erkenntnissen. Die unwichtigere: Es gibt nach den gestrigen Ergebnissen nicht genügend 400-Meter-Flachläuferinnen, die die Bremerin aus dem Kader drängen könnten. Die wichtigere: Jonna Tilgner konnte ihre bisherige Hürden-Saisonbestleistung um über sieben Zehntel verbessern. "Sie hat ihre Lehren aus dem schwachen Vorlauf gezogen", lobte Jens Ellrott seinen Schützling. Am Sonnabend hatte Tilgner mit 56,58 Sekunden ihre bis dato schwächeren Leistungen noch bestätigt. "Da war ich viel zu passiv", gestand die Athletin. Gestern gab sie dann umso mehr Gas. Der Kick des DM-Finales sorgte dabei ebenso für schnellere Beine wie zwei Konkurrentinnen, die bis zur achten Hürde keineswegs geschlagen schienen. Tina Kron (Saarbrücken/56,39) war an Hürde sieben sogar noch an der Bremerin vorbeigezogen, auch die spätere Dritte Fabienne Kohlmann (Karlstadt/57,10) hielt lange Kontakt zum Führungsduo.

Das Stehvermögen in der Endphase des gestrigen Rennens gibt Jonna Tilgner für die nächsten Aufgaben Auftrieb. Und die 24-Jährige präsentiert sich kämpferisch. "Ich will die Norm über 400 Meter Hürden", sagt sie und hat die nächste Gelegenheit vor Augen. Heute fliegt sie zur Universiade nach Belgrad. Die Konkurrenz dort soll sie zu den ersehnten 55,50 Sekunden treiben - und damit das Glück perfekt machen.

Nytra und Tilgner sind Mannschaftseuropameisterinnen

Insgesamt 26 Punkte trugen Carolin Nytra und Jonna Tilgner vom Bremer LT/TuS Komet Arsten zum Sieg der Deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft bei der erstmals ausgetragenen Team-EM im portugiesischen Leiria bei. Mit 326,5 Punkten gewann das DLV-Team nach 40 Disziplinen vor den Mannschaften aus Russland (320) und Großbritannien (303). Trotz des Erfolges blieb aus Bremer Sicht ein Wermutstropfen: Denn im Nachfolgewettbewerb des Europacups verfehlten Bremens Top-Leichtathletinnen allerdings erneut die WM-Normen über 100 Meter und 400 Meter Hürden.

Früher als geplant kam für die amtierende Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden, Jonna Tilgner das nächste Rennen. Nachdem die Bremerin das Ausscheidungsrennen um den Startplatz bei der Team-EM gegen Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt) verloren hatte und Trainer Ellrott daraufhin bis auf weiteres alle Wettkampfstarts seines Schützlings abgesagt hatte, um einen trainingsmethodischen Fehler zu korrigieren, stand Tilgner im portugiesischen Leiria plötzlich doch im Aufgebot der Deutschen Mannschaft. Ihre Konkurrentin hatte sich am Wochenende zuvor eine Muskelquetschung zugezogen und hatte vom Arzt Startverbot erhalten. „Glücklich war ich über den Anruf des Bundestrainers am Montag nicht“, gab Trainer Ellrott zu, “aber ich habe gemerkt, dass Jonna sich gefreut hat, und die Chance nutzen wollte. Und dafür, dass wir zwei Wochen lang nur in der Unterdistanz und ohne Hürden gearbeitet haben, hat sie ein prima Rennen abgeliefert. Mit Platz 5 hat sie von der Platzierung her das Optimum erreicht, und 56,45 Sekunden deuten an, dass sie auf einem guten Weg ist. Immerhin musste sie im B-Finale ohne ernsthafte Konkurrenz und auf einer Außenbahn ihr Rennen ganz alleine laufen und hatte dazu noch einen Rhythmusfehler an der fünften Hürde.“

Für ihren couragierten Auftritt wurde sie vom 400 Meter Bundestrainer Tobias Kofferschläger sogar noch mit dem Einsatz in der 4x400 Meter Staffel belohnt. Zusammen mit Sorina Nwachukwu (Leverkusen), Claudia Hoffmann (Potsdam) und Florence Ekpo-Umoh (Erfurt) lief das DLV-Quartett nach 3:29,31 Minuten auf Rang 4.

Erneut nicht an ihre fantastischen Zeiten aus dem Vorjahr anknüpfen konnte die Halbfinalistin von Peking über 100 Meter Hürden, Carolin Nytra. 13,08 Sekunden bedeuteten am Ende Rang 4 und 12/100 Sekunden über der WM-Norm für Berlin (12,96 Sekunden). 13,00 Sekunden hat Nytra nun vor den in zwei Wochen stattfindenden Deutschen Meisterschaften in Ulm zu Buche stehen. „So langsam wird es eng“, weiß auch Trainer Ellrott. „Die Zeit, die uns nach der Technikkorrektur, die wir nach den beiden Kollisionen im DM-Finale und EM-Halbfinale in der Halle vorgenommen haben, blieb, war nach den verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen im Frühjahr einfach zu kurz. Caro kann die Technik im Wettkampf einfach noch nicht umsetzen. Trotzdem bleibe ich sowohl bei Caro und Jonna, als auch bei Sebastian, der die WM-Norm ebenfalls noch nicht geknackt hat, optimistisch. Deadline für die WM-Normen ist der 2. August.“

Carolin Nytra 4. beim ISTAF

Es geht um jede Hundertstelsekunde. Als der Schuss ertönte, vergingen 0,201 Sekunden, ehe Carolin Nytra reagierte. Delloreen Ennis-London aus Jamaika rannte beispielsweise schon nach 0,145 Sekunden los. Im Ziel des 100-Meter-Hürden-Sprints wurden für die Bremerin 13,01 Sekunden gemessen, was Rang vier beim Berliner ISTAF bedeutete. Ennis-London war im Grunde etwas langsamer unterwegs, ihr Reaktions-Vorsprung vom Start trug ihr aber mit einer Zeit 12,98 Sekunden Rang zwei ein. Weil das ISTAF ein Golden-League-Meeting ist, gab es für Rang zwei zusätzlich wesentlich mehr Geld als für Rang vier.

Es geht aber auch um die Norm für die WM im August, auch im Berliner Olympiastadion. Der deutsche Verband verlangt 12,96 Sekunden. Mit einem Blitzstart wie dem von Ennis-London hätte Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten die Norm in der Tasche. Jetzt jagt sie sie weiter, auch wenn ihr Trainer zuversichtlich ist. "Ein schönes Rennen", sagte Jens Ellrott zum ISTAF-Auftritt seiner Athletin, die nun am Wochenende beim Europacup im portugiesischen Leiria versuchen wird, die Norm zu knacken. Nytra war in Berlin beste Europäerin und wird in Leiria um den Sieg mitsprinten. Wenn sie es schafft, sagt Ellrott, zwischen der vierten und siebten Hürde mehr Dampf zu machen, fällt die Norm. Die Amerikanerin Damu Cherry reagierte in Berlin exakt so langsam wie Carolin Nytra, machte im Mittelteil aber am meisten Druck von allen. Cherry siegte in 12,78.

Auch Nytras Freund, der ebenfalls für das BLT/TuS Komet Arsten startende Weitspringer Sebastian Bayer, jagt der WM-Norm weiter hinterher. Nach überstandener Mittelohrentzündung hatte er unter der Woche noch einmal intensiv trainiert und fühlte sich zu matt, um in Berlin die erforderliche Leistung von 8,15 Metern zu liefern. Bayer schaffte 7,95 Meter und wurde Siebter. Es gewann der Südafrikaner Godfrey Khotso Mokoena mit 8,33 Metern. Wechselnde Winde hatte dem Bremer, der in der Hallensaison sensationelle 8,71 Meter weit gesprungen war, zusätzlich zu schaffen gemacht. Er konnte auf den letzten Anlaufmetern nicht die Frequenz entwickeln, die ihn normalerweise als größte Stärke auszeichnet. "So wurde seine Stärke eher zur Schwäche", sagt Ellrott.

Aber auch in diesem Fall gibt sich der Coach optimistisch. Den nächsten Versuch, die Norm zu erreichen, unternimmt Sebastian Bayer am Mittwoch in Ostrava. Ellrott hofft, dass sein Trio von WM-Kandidaten, zu dem neben Nytra und Bayer auch die 400-Meter-Hürden-Läuferin Jonna Tilgner zählt, spätestens Anfang Juli reif ist für die Norm. Dann finden in Ulm die Deutschen Meisterschaften statt.

Olaf Dorow

Carolin Nytra nähert sich WM-Norm - Sebastian Bayer zum Einstieg 8,02m

Bis auf vier Hundertstelsekunden näherte sich Deutschlands derzeit beste Hürdensprinterin Carolin Nytra am Freitag Abend als Siegerin des Meetings „Weltklasse in Baunatal“ der WM-Norm von 12,96 Sekunden. Eine unerwartete Niederlage musste dagegen die amtierende Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden Jonna Tilgner in Baunatal hinnehmen. Einen gelungenen Saisoneinstieg feierte der Hallen-Europameister im Weitsprung, Sebastian Bayer (alle drei Bremer LT/TuS Komet Arsten), mit 8,02 Meter am Samstag in Bad Langensalza.

Das Kasseler Auestadion ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Lieblingsstadion von 100 Meter Hürdensprinterin Carolin Nytra avanciert. Zur Erinnerung: 2008 lief die spätere Halbfinalistin der Olympischen Spiele von Peking dort 12,84 Sekunden. Aufgrund der maroden Haupttribüne musste das Meeting in diesem Jahr zum Bedauern von Nytra von Kassel ins benachbarte Baunatal verlegt werden. Aber auch auf der Ausweichanlage bewies die 24-Jährige am Freitag Abend, dass sie ihre Angina überstanden hat und auf dem Weg zur Form vom Sommer 2008 ist. Trotz weicher Bahn, ohne Windunterstützung und bei empfindlich kühlen 12 Grad gewann Nytra in Saisonbestleistung von 13,00 Sekunden und sicherte sich damit den Startplatz in der deutschen Mannschaft für die Team-EM in 14 Tagen in Leiria/Portugal. Beeindruckend setzte sich Nytra vom Start weg an die Spitze und distanzierte die Deutsche Hallenmeisterin und Hallen-EM Finalistin, Nadine Hildebrand vom LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg (13,28 Sekunden), um fast drei Zehntelsekunden. „Auf einer schnellen Bahn wie in Kassel und bei Temperaturen, wie man sie Anfang Juni erwarten darf, wäre das eine Zeit um die 12,90 Sekunden gewesen,“ war auch der Cheftrainer Track des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Rüdiger Harksen, von Nytras Vorstellung angetan. Auch Nytra war mit ihrem Lauf zufrieden: „So langsam kommt das Feeling vom letzten Jahr zurück. Spätestens nächsten Sonntag beim ISTAF in Berlin will ich dann die WM-Norm laufen“, freute sich der Schützling von Trainer Jens Ellrott.

Eine bittere Niederlage musste Ellrotts zweite Top-Athletin, 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner hinnehmen. Sie musste sich im Kampf um das Ticket für die Team-EM nach 57,05 Sekunden der 20-jährigen Fabienne Kohlmann von der LG Karlstadt geschlagen geben, die das Ausscheidungsrennen in 56,80 Sekunden gewann. Damit führt Tilgner die Deutsche Bestenliste zwar weiter an, den Kampf um die WM-Norm von 55,50 Sekunden wird sie aber zunächst einmal einstellen. „Nach der für uns beiden enttäuschenden Leistung musste ich die Notbremse ziehen und habe alle Wettkampfstarts gestrichen“, sagt Ellrott. „Hinten raus ist alles gut, aber Jonna ist absolut nicht spritzig. Wir werden Anfang der Woche ein Blutbild erstellen lassen. Und wenn das ohne Befund ist, muss ich die Zeiten dieser Saison auf meine Kappe nehmen und die trainingsmethodischen Fehler korrigieren. Ich bin mir sicher, dass Jonna die WM-Norm laufen kann. Zum Glück hat sie in diesem Jahr bis zum 2.8. dafür Zeit, so dass wir wir jetzt erst einmal in Ruhe an den ersten 150 Metern arbeiten werden.“

Noch kälter als in Baunatal war es am Samstag beim Springer-Meeting in Bad Langensalza. Dazu machte leichter Regen und böiger Wind es den Springern nicht eben leicht, die für die WM geforderte A-Norm von 8,15 Meter zu knacken. Deshalb war Sebastian Bayer, der seinen ersten Weitsprungwettkampf seit den Halleneuropameisterschaften von Turin bestritt, nach 8,02 Meter und Rang 3 „sehr zufrieden, dass es 8,00 Meter geworden sind, nachdem ich im vergangenen Monat mehr im Bett als in der Sandgrube war.“ Im Mai hatten den Hallen-Europarekordler erst eine Mandelentzündung, dann Fußprobleme und später eine Mittelohrentzündung gestoppt, weshalb er seinen ursprünglich für die Vorwoche im niederländischen Hengelo geplanten Saisoneinstieg verschieben musste. Um nichts zu riskieren, absolvierte Bayer die ersten vier Sprünge gar in langer Tight. Nachdem es von Sprung zu Sprung immer weiter hinaus gegangen war, schob der Wind Bayer im fünften Versuch mit mehr als drei Metern pro Sekunde über das Brett. Nachdem im sechsten Versuch starker Regen einsetzte, fehlte die Motivation, den Sieger Nils Winter vom Team Referenznetzwerk Leverkusen, der mit 8,12 Meter gewann, noch einmal anzugreifen. „Trotzdem gehe ich mit einem guten Gefühl aus diesem Wettkampf.“ Ebenso wie für seine Freundin Carolin Nytra, steht auch für Sebastian Bayer am kommenden Sonntag das Golden League Meeting in Berlin an „Wer weiß,“ frohlockt Trainer Jens Ellrott, „vielleicht haben wir dann am Sonntag Abend ja zwei Bremer WM-Norm Erfüller.“

Deutsche Jahresbestleistungen für Tilgner und Nytra

Deutschlands dominierende Hürdenläuferinnen des vergangenen Jahres, Jonna Tilgner und Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten, liefen sich am Pfingstwochenende bei internationalen Meetings in Forbach (Frankreich) und Hengelo (Niederlande) mit deutschen Jahresbestleistungen über 400 Meter Hürden und 100 Meter Hürden an die Spitze der nationalen Ranglisten.

400 Meter Hürdenspezialistin Jonna Tilgner siegte am Pfingstsonntag nahe der deutsch-französischen Grenze in Forbach mit neuem Meetingrekord von 56,47 Sekunden. Die 24-jährige Psychologiestudentin hielt dabei mit Tina Kron aus Saarbrücken, die nach 57,12 Sekunden ins Ziel kam, ihre national schärfste Konkurrentin deutlich in Schach. Eine Woche nachdem Tilgner in Rabat (Marokko) mit nicht überzeugenden 57,57 Sekunden in die Saison gestartet war, bedeutete die Zeit zwar einen Schritt nach vorne, zur WM-Norm von 55,50 Sekunden fehlt aber immer noch eine knappe Sekunde. „Der Knackpunkt sind momentan noch die zweiten 100 Meter. In diesem Abschnitt fehlen Jonna Geschwindigkeit und Lockerheit“, bilanziert Trainer Jens Ellrott das zweite Saisonrennen seines Schützlings.

100 Meter Hürdensprinterin Carolin Nytra wurde eine Woche nach ihren 13,10 Sekunden zum Saisoneinstieg in Bremen am Pfingstmontag in Hengelo 6. in einem Weltklassefeld. 13,07 Sekunden entsprachen zwar nicht der angestrebten Zeit und sind auch noch 11 Hundertstelsekunden von der WM-Norm entfernt, nach verletzungs- bzw. krankheitsbedingten Trainingsrückstand sieht die Halbfinalistin von Peking aber wieder Licht am Ende des Tunnels: „Seit letztem Donnerstag fühle ich mich endlich wieder spritzig. Wenn ich nach meiner guten Reaktion aus dem Block heute nicht gedacht hätte, es sei ein Fehlstart gewesen, und deshalb fast stehen geblieben wäre, hätte ich schon unter 13 Sekunden laufen können“, ärgerte sich die junge Bremerin über ihren Fehler.

Sowohl für Tilgner als auch für Nytra wird es am kommenden Freitag in Baunatal im Kampf um die Tickets für die Team-EM gegen die versammelte nationale Konkurrenz das erste Mal ernst.

Noch gar nicht in die Saison gestartet ist Halleneuropameister Sebastian Bayer (ebenfalls Bremer LT/TuS Komet Arsten). Zu einer Virusinfektion im Ohr kam dann noch eine bakterielle, die die Einnahme von Antibiotika notwendig gemacht haben. Nun hofft der 22-Jährige am kommenden Samstag in Bad Langensalza seinen ersten Weitsprungwettkampf nach seinem Titelgewinn von Turin bestreiten zu können.

D-Schülerinnen bei "Run for Help"

Am 24. Mai 2009 nahmen drei unserer D-Schülerinnen (W9) am Rahmenprogramm von „Run for Help“ auf Platz 11 teil.

In ihrem erst zweiten 800m Lauf verbesserte sich Janna Meyer auf 3:11,97 min und belegte damit Platz 2. In ihrem ersten 800m Lauf wurde Merve Tutyemez mit 3:14,97 min. 3. und Yarah Kunert erreichte einen guten 5. Platz mit 3:432,81 min. Danach sahen wir uns noch die Top-Athleten bei ihren Wettkämpfen an.

4. Auflage des "SPARKASSEN-Sprintcups"

Bereits zum vierten Mal veranstalten das Bremer Leichtathletik Team (BLT) und die Sparkasse Bremen am Mittwoch, dem 20. Mai den „SPARKASSEN-Sprintcup“. Am Vorabend zu Himmelfahrt treffen sich die schnellsten Sprinterinnen und Sprinter Norddeutschlands auf der Sportanlage des TuS Komet Arsten in Bremen.

„Auch in diesem Jahr haben wieder Olympia-, WM-, EM-Teilnehmer und Deutsche Meister ihr Kommen zugesagt“, freut sich der Sprecher des BLT, Jens Ellrott, bereits auf das Event. „Im vergangenen Jahr haben knapp 100 Teilnehmer aus über 20 Vereinen für diese sportlich und finanziell attraktive Abendveranstaltung gemeldet. Dank der großzügigen Unterstützung der Sparkasse Bremen gibt es Prämien in Höhe von fast 2.500,00 € zu verdienen.“

Besonders im Blickpunkt stehen dürften in diesem Jahr die beiden Olympiateilnehmerinnen des Vereins über 100m Hürden und mit der 4x400m-Staffel, Carolin Nytra und Jonna Tilgner. Wer die beiden das erste Mal seit Peking in Bremen in Aktion sehen möchte, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Zusätzlich wird der Halleneuropameister und -europarekordler im Weitsprung, Sebastian Bayer, der seit dem vergangenen Herbst in Bremen lebt und seit Januar für das BLT startet, im Rahmen der Veranstaltung eine Autogrammstunde geben.

Austragungsort des Sprintcups ist die Sportanlage des TuS Komet Arsten an der Egon-Kähler-Straße im Neubaugebiet Arsten-Südwest. Der erste Startschuss am Mittwoch fällt um 17.00 Uhr, Schluss ist um 20.00 Uhr. Während die Männer, Frauen, Jugend A und Jugend B über 60m, 100m und 200m antreten, messen sich die Schüler und Schülerinnen A über 60m, 100m und 300m. Zusätzlich gibt es einen 1000m-Lauf für alle Altersklassen.

„Wir laden alle Leichtathletikinteressierten zu uns auf die Anlage ein, um bei Würstchen und Kuchen die Sprintelite in Aktion zu sehen“, wirbt der Vorsitzende des TuS Komet Arsten, Peter Zenner, für den Sprintcup. Und auch Lothar Fäsenfeld von der Sparkasse Bremen freut sich schon auf das Event: „Der Sprintcup ist eine kompakte Veranstaltung über drei Stunden. Und getreu dem Motto höher, schneller, weiter fasziniert den Menschen im Sport kaum etwas mehr, als heraus zu finden, wer der oder die Schnellste ist. Nicht umsonst hat der 100m-Endlauf der Männer bei den Olympischen Spielen die höchsten Einschaltquoten. Wir freuen uns mit unserem Partner, dem Bremer LT, auf die Veranstaltung, und laden alle Interessierten zum Zuschauen nach Obervieland ein.“

Carolin Nytra ist "Bremens Sportlerin des Jahres 2008"

Die Deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden und Halbfinalistin der Olympischen Spiele von Peking, Carolin Nytra vom Bremer LT / TuS Komet Arsten, ist Bremens „Sportlerin des Jahres 2008“.

Sie ist damit Nachfolgerin ihrer Trainingspartnerin, 400 Meter Hürdenläuferin Jonna Tilgner, die die Auszeichnung in den Jahren 2006 und 2007 errungen hatte. „Der Titel bleibt damit quasi in der Trainingsgruppe“, freut sich der Trainer der beiden, Jens Ellrott, über die Anerkennung der in den vergangenen Jahren gezeigten Leistungen seiner Schützlinge.

Die Wahl, die nach einer Vorausscheidung über verschiedene Medien jährlich im Rahmen des „Balls des Sports“ Anfang März im Bremer Congress Centrum stattfindet, wurde in diesem Jahr erstmals nicht nur durch das Ballpublikum sondern zusätzlich durch eine Fachjury vorgenommen. „Sportler des Jahres 2008“ wurde der Ruderer Knut Lange aus Bremerhaven, „Mannschaft des Jahres 2008“ die Tänzerinnen und Tänzer der Latein A-Formation des Grün-Gold-Clubs. Die neue Sportlerin des Jahres konnte dem Ball gar nicht beiwohnen, da Carolin Nytra sich zu dem Zeitpunkt in Italien bei den Hallen-Europameisterschaften befand. Die Glückwünsche konnte sie via Telefon aber dennoch persönlich entgegen nehmen; die Technik hatte es möglich gemacht, dass die 24-Jährige aus ihrem Turiner Hotelzimmer in den Ballsaal geschaltet werden konnte.

Auszeichnung für Hallen-Europameister Sebastian Bayer

Der Hallen-Europameister im Weitsprung, Sebastian Bayer vom Bremer LT/TuS Komet Arsten, ist zu Europas Leichtathlet des Monats März 2009 gewählt worden. Damit lag bei der seit 2007 stattfindenden Wahl erstmals ein deutscher Sportler vorn. Der 22-Jährige hatte sich mit seinem herausragenden Europarekord von 8,71 Metern bei der Hallen-EM in Turin ins Rampenlicht katapultiert. Für seinen Sieg wird Sebastian Bayer mit einem großen Porträt auf der Homepage des Europäischen Leichtathletik-Verbandes EAA belohnt. Die Wahl wurde von Journalisten, Fans und Experten der Sportart getroffen.

Auch bei der Wahl zu Deutschlands Leichtathlet des Monats setzte sich der Neubremer durch. Nachdem im Februar die Frankfurter Hochspringerin Ariane Friedrich noch hauchdünn bei der Wahl gewonnen hatte, blieb ihr diesmal der zweite Rang. Während der Hochspringerin damals noch ein halbes Prozent den Platz ganz oben gesichert hatten, wurde Sebastian Bayer diesmal mit großem Vorsprung auf den Siegerrang gewählt. Mehr als drei Viertel aller an der Abstimmung beteiligten User von leichtathletik.de gaben Sebastian Bayer ihre Stimme.

Erfreuliche Ergebnisse beim Werfertag

Erfreuliche Ergebnisse gibt es vom Werfertag in Delmenhorst zu vermelden:
Der B-Jugendliche angehende 10-Kämpfer Simon Böhling stellte mit dem 700g Speer nach Skifreizeit und Krankheit mit 41,85m eine neue Bestleistung auf und belegte den 1. Platz. Mit dem 1,5kg Diskus kam der noch 15-Jährige auf 37,07m, im Kugelstoßen auf 12,48m. Diese Ergebnisse bedeuteten jeweils Platz 3.

Bei den Männern verbesserte sich Nils Feldmann mit dem 800g Speer auf 42,11m und wurde 2.

Bei den Frauen erzielte Frederike Stock als Siegerin des Diskuswettbewerbs mit 23,11m ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung. Im Kugelstoßen kam sie nach 8,55m auf den 2. Platz.

Sebastian Bayer Europameister mit Europarekord

8,71m - Sebastian Bayer

Europameister! Europarekord! Sebastian Bayer, Weitspringer und seit Jahresbeginn für das Bremer Leichtathletik Team / TuS Komet Arsten am Start, hat bei der Hallen-EM der Leichtathleten in Turin den Titel geholt. Mit 8,71 Metern sprang der Bremer, quasi als Zugabe, im letzten Versuch Europarekord und die zweitbeste Weite aller Zeiten in der Halle.

8,71 Meter, das sind nur acht Zentimeter unter dem Weltrekord des legendären US-Amerikaners Carl Lewis aus dem Jahr 1984. Dabei steigerte der Bremer die 1999 aufgestellte Europa-Bestmarke des Spaniers Yago Lamela um 15 Zentimeter und war selbst am meisten überrascht über seine Weite, als er aus der Grube stieg. Dabei wäre so ein Wahnsinns-Satz zum Titelgewinn gar nicht mehr nötig gewesen. Sebastian Bayer eröffnete das Weitsprungfinale mit neuem Deutschen Rekord von 8,29 Metern im ersten Versuch und übernahm die Führung. „Er war dritter Springer und wollte etwas vorlegen, um die Konkurrenz zu schocken“, berichtete BLT-Trainer Jens Ellrott. „8,20 Meter sollten es schon sein, und das gelang ihm ja auch.“ Folglich ließ Bayer die Versuche Nummer zwei bis vier aus, hatte im fünften Versuch einen ungültigen Sprung um die 8,35 Meter und war vor seinem sechsten Auftritt schon Europameister, da keiner der acht Finalisten mehr an seine 8,29 Meter herangekommen war. Auch nicht der zweite Deutsche, Nils Winter vom Team Referenznetzwerk Leverkusen, der sich im fünften Versuch auf 8,22 Meter und persönliche Bestleistung steigerte und die Silbermedaille holte. Ein deutscher Doppelsieg also mit einem alles überstrahlenden Europarekord. Und das in einer Disziplin, die in der deutschen Leichtathletik vor wenigen Monaten noch am Boden lag.

Erklärungsversuche für solch eine Leistung gab es unmittelbar nach dem Wettkampf nicht wirklich viel. Sebastian Bayer selbst, der mit einer Bestleistung von 8,17 Metern angereist war, sagte nur: Das ist unfassbar für mich. Ich habe gleich gemerkt, dass ich weit über die 8,29 Meter hinaus geflogen bin, mit denen mein Sieg feststand. Aber diese Weite hatte ich nicht für möglich gehalten.“

Trainer Jens Ellrott, der in Bremen als verlängerter Arm des Heimtrainers Joachim Schulz die Umsetzung der Trainingspläne aus der ehemaligen Leverkusener Heimat übernommen hat, war eigentlich nur sprachlos. „Sebastian hat hier angedeutet, was er kann, wenn er hundertprozentig fit ist. Und das war er. Der sechste Versuch war satt getroffen, das übrige haben vielleicht die grandiose Stimmung in der Halle und das tolle Duell mit Nils Winter ausgemacht.“ Sebastian Bayer hatte den ehemaligen Rivalen und Konkurrenten auf Augenhöhe bei den Deutschen Hallenmeisterschaften vor zwei Wochen in Leipzig während des Wettkampfes unterstützt und motiviert. Das half Nils Winter beim erfolgreichen Konter gegen den Polen Marcin Starzak, der dem Deutschen mit 8,18 Metern im fünften Versuch kurzzeitig die Silbermedaille entrissen hatte. Und dann kam eben dieser unglaubliche sechste Versuch des 22-jährigen Sportsoldaten, in dem alles passte. Riesenstimmung wegen des Sieges der italienischen 4x400-Meter-Männerstaffel, eine fantastische Weitsprunganlage mit Schwingboden und ein optimaler Wettkampfverlauf für Sebastian Bayer. So läßt sich eventuell auch ein sensationeller Europarekord erklären.

Nun ist Sebastian Bayer natürlich ein gefragter Sportler. „Seine genaue Rückkehr nach Bremen steht noch nicht fest, hier ist einiges los“, wusste Jens Ellrott gestern zu berichten. Pressetermine beim BLV, in Berlin und in Frankfurt, alle im Hinblick auf die Heim-WM im Sommer in Berlin, sind dem Bremer angeboten worden. Man darf auf die kommende Freiluftsaison wahrlich gespannt sein.

Sebastian Bayer bei Hallen-EM im Weitsprung-Finale

Mit einem Satz auf 8,12 Meter hat sich Sebastian Bayer vom Bremer LT/TuS Komet Arsten in der morgendlichen Weitsprung-Qualifikation bei der Hallen-Europameisterschaft der Leichtathleten in Turin am Samstag endgültig in die Favoritenrolle katapultiert. Der Neu-Bremer benötigte in der ersten Qualifikationsgruppe um 9.30 Uhr allerdings drei Versuche für die Qualifikationsweite von exakt acht Metern. Nachdem der erste Sprung ungültig war, musste Bayer kurz an die verpatzten Qualis bei der EM 2006 in Göteborg und den Olympischen Spielen 2008 in Peking denken. Nach einem Sicherheitssprung auf 7,99 Meter im zweiten flog Bayer im dritten Durchgang dann aber auf 8,12 Meter.

Damit vermied der frisch gebackene deutsche Hallenmeister ein erneutes frühzeitiges Aus.Und nicht nur das: Von allen 30 Springern sprang Sebastian Bayer am weitesten. Auch der zweitbeste Springer der Qualifikation kommt aus Deutschland: Nils Winter vom Team Referenznetzwerk Leverkusen landete bei 8,04 Metern. Die Mitfavoriten auf den EM-Titel, der Grieche Loúis Tsátoumas, der in diesem Jahr die Weltbestenliste mit 8,20 Metern anführt, sowie der mit derselben Saisonbestleistung wie Bayer (8,17 Meter) angereiste Franzose Salim Sdiri, scheiterten mit 7,79 bzw. 7,91 Metern bereits in der Qualifikation. Der dritte deutsche Weitspringer, Christoph Stolz vom VfL Wolfsburg, schied mit drei übertretenen Sprüngen ebenfalls aus.

„Eine Handvoll Athleten können am Sonntag um den Sieg mitspringen, und dazu zähle ich auch Nils und mich“, diktierte der Sportsoldat den Journalisten hinterher in die Bücher.

2/1000 Sekunden am EM-Finale vorbei

Trotz persönlicher Bestzeit und deutscher Jahresbestleistung schaffte Hürdensprinterin Carolin Nytra vom Bremer LT/TuS Komet Arsten nicht den Einzug ins Finale bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten in Turin über 60 Meter Hürden – zwei Tausendstelsekunden fehlten am Ende zum großen Ziel.

Bereits im Vorlauf um zehn Uhr morgens hatte Carolin Nytra als Zweite ihre Bestleistung im "Oval Lingotto" um eine Hundertstelsekunde auf 8,07 Sekunden nach oben geschraubt und sich mit der viertschnellsten Zeit insgesamt für das Halbfinale am Nachmittag qualifiziert. Dort startete die Bremerin im ersten Lauf, in dem am Ende sieben Athletinnen nur acht Hundertstelsekunden auseinander lagen. Dabei hatte Carolin Nytra unglaubliches Pech: Zwei Tausendstelsekunden fehlten ihr zum Erreichen des Finales! Bis zur dritten Hürde lag die 24-Jährige nach einem fantastischen Start einen halben Meter vor dem gesamten Feld. „Ich habe mich zum ersten Mal in dieser Saison richtig schnell gefühlt. Es war das beste Rennen, dass ich je in der Halle absolviert habe", sagte die Deutsche Freiluft-Meisterin, die dann allerdings die vierte Hürde mit dem Knie des Nachziehbeins mitnahm. „Bis dahin war alles im Fluss“, sagte sie nach Bekanntgabe des Ergebnisses unter Tränen. Zeitgleich mit der Viertplatzierten ihres Laufs, der Französin Cindy Billaud, wurde sie auf den undankbaren fünften Platz gesetzt. Doch die Enttäuschung währte nicht allzu lange: 8,05 Sekunden hießen erneut persönliche Bestleistung, und das zum Saisonhöhepunkt, und deutsche Jahresbestleistung.

Im zweiten Halbfinale reichten für die zweite deutsche Starterin, Nadine Hildebrand vom LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg als Vierte 8,14 Sekunden zum Erreichen des Finales. „Caro ist ein Opfer des Systems geworden", sagte ihr Trainer Jens Ellrott, "denn wenn nicht die ersten Vier, sondern die ersten Drei plus zwei Zeitschnellste weiter gekommen wären, wäre Caro mit der insgesamt sechstschnellsten Zeit dabei gewesen. Erste Analysen des Laufs von Carolin Nytra ergaben, dass sie auf dem Weg zu einer Zeit unter 7,95 Sekunden war. DLV-Cheftrainer Rüdiger Harksen bescheinigte der 24-Jährigen eine Weltklasseleistung an den ersten drei Hürden. Und so geht der Blick Richtung Sommer. "Das Gefühl für die Hürden ist wieder da. In der Halle ging es darum, die ersten drei Hürden zu stabilisieren, und das haben wir geschafft. Ich weiß jetzt wieder, was ich kann und bin heiß auf die Freiluftsaison“, lautete das abschließende Fazit, das Carolin Nytra schon wieder mit einem Lächeln auf den Lippen formulierte.

Nytra und Bayer bei Hallen EM in Turin

Mit Hürdensprinterin Carolin Nytra und Weitspringer Sebastian Bayer vom Bremer LT/Tus Komet Arsten stellt der kleinste deutsche Landesverband erstmals in seiner Geschichte zwei Starter bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten, die von Freitag bis Sonntag in Turin ausgetragen werden. Bereits am Mittwoch reiste das 38 Athleten umfassende Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in die Hauptstadt der Region Piemont.

Carolin Nytra trennen als 14. der Meldeliste über 60m Hürden mit 8,08 Sekunden lediglich fünf Hundertstelsekunden von Rang acht. Sollte die 24-Jährige diesen Platz nach den beiden Halbfinals am Freitag Nachmittag inne haben, hätte die viermalige Deutsche Meisterin ihr großes Ziel, das Finale am Freitag Abend, erreicht. „Caro hat bei den Deutschen in Leipzig trotz ihrer 8,09 Sekunden im Endlauf am Start und durch ihre Kollision mit der 5. Hürde soviel Zeit liegen lassen – da ist noch einiges möglich“, traut Trainer Jens Ellrott, der heute nach Turin fliegt, seinem Schützling durchaus einen Platz unter den besten acht Hürdensprinterinnen Europas zu. „Vielleicht platzt beim Saisonhöhepunkt ja endlich der Knoten, denn ich weiß, dass ich viel mehr drauf habe, als ich bisher gezeigt habe“, ergänzt Nytra, die sich eigentlich über die zehn Hürden, die im Sommer wieder auf sie warten, viel wohler fühlt, als über die fünf Hindernisse in der Halle, weil sie über die 100 Meter Distanz ihre technischen Fähigkeiten voll ausspielen kann.

Noch weitaus bessere Perspektiven hat der Neubremer und Freund von Carolin, Weitspringer Sebastian Bayer. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen mit persönlicher Bestweite von 8,17 Metern beim Meeting Ende Februar in Chemnitz, zählt der 22-Jährige zu den Medaillenkandidaten. Aber vor dem Finale am Sonntag Nachmittag steht am Samstag Vormittag die Qualifikation an, und die ist dem Deutsche Meister in Peking zum Verhängnis geworden. Bayer weiß deshalb um die Wichtigkeit dieses Wettkampfes im Wettkampf, der seine eigenen Gesetze hat, und sagt: „Wenn ich die Quali überstehe, traue ich mir alles zu! Aber bevor ich an eine Medaille denke, muss ich mich voll und ganz auf den Samstag konzentrieren.“ Auf den Deutschen Hallenrekord, der nur noch neun Zentimeter entfernt ist, angesprochen, sagt Bayer: „Bei Meisterschaften geht es in erster Linie um die Platzierung. Wenn dabei noch eine gute Weite heraus springt, ist es umso besser.“

 

Wer die Wettkämpfe der beiden Bremer verfolgen möchte, kann dies auf EUROSPORT tun.

Sebastian Bayer springt 8,17 Meter

Weitspringer Sebastian Bayer vom Bremer LT/TuS Komet Arsten untermauerte am Freitagabend bei der 14. Auflage des Chemnitzer Hallen-Meetings mit neuer persönlicher Bestleistung von 8,17 Metern seine Medaillenambitionen für die Hallen-EM, die am kommenden Wochenende in Turin stattfindet.

Der frisch gebackene Deutsche Meister steigerte sich vor 1.500 Zuschauern im dritten Versuch auf 8,17 Metern. Nur zwei Deutsche sind in der Halle jemals weiter gesprungen als der 22-jährige Neubremer – 9 Zentimeter fehlen dem Neubremer noch zum deutschen Hallenrekord. In Europa und in der Welt liegt Bayer eine Woche vor den Europameisterschaften gemeinsam mit dem Franzosen Salim Sdiri auf Rang 2 hinter dem Griechen Louis Tsatoumas mit 8,20 Metern.

„Sebastian hat sich nach den Deutschen vergangene Woche ziemlich platt gefühlt und wollte eigentlich nur noch einmal ein qualitativ hochwertiges Weitsprungtraining vor der EM absolvieren. Ich hatte ihm im Hinblick auf Turin vor allem wegen des Reisestresses von einem Start in Chemnitz abgeraten, konnte aber verstehen, dass er beim einzigen deutschen Hallenmeeting, das in diesem Winter Weitsprung im Programm hat, dabei sein wollte. Manchmal müssen die Trainer eben auch auf die Athleten hören“, freut sich Jens Ellrott, der Sebastian Bayer in Bremen betreut.

1x Gold und 2x Silber bei Hallen DM in Leipzig

Die 56. Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten, die am vergangenen Wochenende in Leipzig ausgetragen wurden, waren die mit Abstand erfolgreichsten für den Bremer Leichtathletik-Verband und sein Aushängeschild, das Bremer LT. Nach Sebastian Bayer, der am Samstag als Sieger des Weitsprungs den ersten Bremer Titel unterm Hallendach überhaupt holte, gewannen Carolin Nytra über 60 Meter Hürden und Jonna Tilgner (alle drei starten für den TuS Komet Arsten) über 400 Meter am Sonntag nach packenden Duellen jeweils Silber.

Der Neubremer und Freund von Carolin Nytra, Sebastian Bayer, katapultierte sich mit seiner im vierten Versuch erzielten und im sechsten Versuch egalisierten Siegesweite von 8,13 Meter auf Platz 3 der aktuellen Weltbestenliste und, was noch viel wertvoller ist: Nur zwei Deutsche sind in der Halle jemals weiter gesprungen. Der Deutsche Hallenrekord, der bei 8,21 Meter liegt, scheint für den 21-jährigen Sportsoldaten nicht mehr unantastbar. In einem qualitativ hochwertigen Wettkampf blieben insgesamt vier Springer über der Hallen-EM Norm von 7,90 Meter. Hinter dem Bremer gewannen Titelverteidiger Christoph Stolz vom VfL Wolfsburg mit seinen im letzten Versuch erzielten 8,01 Meter Silber und Nils Winter vom TSV Bayer 04 Leverkusen mit 7,99 Meter Bronze. Nach seiner vor vier Wochen erlittenen Adduktorenverletzung war Sebastian Bayer auf den Punkt topfit und kann für die in zwei Wochen in Turin stattfindenden Hallen-Europameisterschaften sogar von einer Medaille träumen.

Unterschiedlich bewerteten Carolin Nytra und Jonna Tilgner ihre beiden Silbermedaillen, nachdem Gold nur zwei bzw. vier Hundertstelsekunden entfernt war. Während Carolin Nytra sich nach ihrer Finalzeit von 8,09 Sekunden, mit der sie nur eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen Bestleistung blieb, zunächst mächtig ärgerte, weil sie – in Führung liegend – mit dem Nachziehbein an der letzten Hürde hängen blieb und Konkurrentin Nadine Hildebrand vom LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg (8,07 Sekunden) noch vorbei ziehen lassen musste, freute sich Jonna Tilgner nach einem tollen Finish und neuer persönlicher Bestleistung (53,21 Sekunden) trotz der knappen Niederlage gegen die Seriensiegerin Claudia Hoffmann vom SC Potsdam (53,17 Sekunden).

Das tolle Ergebnis rundete Anne Marchewski (ebenfalls TuS Komet Arsten) als 11. über 60 Meter Hürden mit Saisonbestleistung von 8,58 Sekunden ab.

„Wir wollten drei Medaillen – und die haben wir!“ war Trainer Jens Ellrott trotz der beiden Wimpernschlag-Niederlagen restlos begeistert. „Auch wenn es sich trotzig anhört, aber sowohl Caro als auch Jonna haben nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Natürlich ärgert man sich im ersten Moment, wenn es so knapp ist, aber von solchen Zweikämpfen lebt die Leichtathletik. Außerdem war es für Caro nach vier Freilufttiteln bei ihrer neunten Hallen-DM ihre erste Medaille überhaupt. Sie hat momentan soviel Power, dass sie ab der dritten Hürde zu dicht auf die Hürden aufläuft. Daran müssen wir arbeiten. Vielleicht kann sie in zwei Wochen bei der Hallen-EM in das DLV interne Duell ja wieder für sich entscheiden. Und Jonna hat ein taktisch fantastisches Rennen abgeliefert und die Hallensaison mit einer Bestleistung beendet. Für sie geht es in Vorbereitung auf die WM in Berlin in zwei Wochen bereits ins Höhentrainingslager in die USA.“

Sebastian Bayer springt Hallen-EM Norm

Weil weder das PSD-Bank Meeting in Düsseldorf noch das BW-Bank Meeting in Karlsruhe den Weitsprung der Männer im Programm hatten, musste Sebastian Bayer vom Bremer LT/TuS Komet Arsten in die Niederlande ausweichen, um nach überstandener Adduktorenverletzung als Gaststarter bei den nationalen Titelkämpfen im Nachbarland endlich wieder springen zu können. Nach Hallenbestleistung und überbotener Hallen-EM Norm (7,90 Meter) im ersten Versuch mit 7,93 Meter und gar 7,99 Meter im dritten Durchgang beendete der Freund von Hürdensprinterin Carolin Nytra den Wettkampf, um eine Woche vor den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig nichts zu riskieren. „Nachdem Sebastian die Hallen-EM Norm abgehakt hat, kann er sich kommende Woche ganz auf den Titelkampf mit dem Jahresbesten Nils Winter aus Leverkusen, der 8,02 Meter zu Buche stehen hat, konzentrieren“, freut sich Jens Ellrott über den gelungenen Auftritt des Neubremers.

Damit sind bereits zwei Athleten vom BLT vom 6. bis 8. März in Turin dabei, denn auch Carolin Nytra (BLT/TuS Komet Arsten) hatte sich bereits vor Wochenfrist nach 8,08 Sekunden über 60 Meter Hürden beim Sparkassen-Cup in Stuttgart für die Hallen-EM qualifiziert. Ihre derzeit gute Form unterstrich die 23-Jährige zunächst auch beim PSD-Bank Meeting am Freitag in Düsseldorf, wo sie bereits im Vorlauf ihre persönliche Bestzeit von 8,08 Sekunden einstellte. Im Endlauf riss dann jedoch plötzlich der Faden. Für Platz 7 in 8,22 Sekunden hatten zunächst weder Trainer Jens Ellrott noch die Athletin eine Erklärung. Die Videoanalyse des Laufes brachte dann jedoch Licht ins Dunkel: „Caro ist zu dicht an die Hürden heran gelaufen und hat deshalb bei jeder Hürdenüberquerung Zeit liegen gelassen“, erklärte Ellrott. Leider gelang es dem Duo bis zum BW-Bank Meeting am Sonntag in Karlsruhe nicht, den Fehler komplett zu korrigieren. Nytra hatte zwar einen hervorragenden Start, lief aber zwischen der dritten und fünften Hürde erneut nicht frequent genug. „Der Lauf war auf jeden Fall schon wieder besser als am Freitag in Düsseldorf, und wir wissen, woran wir diese Woche zu arbeiten haben, zufrieden bin ich aber auf keinen Fall“, sagte die enttäuschte Bremerin nach ihrem Lauf.

Obwohl mit der deutschen 4x400 Meter Staffel bereits für Turin qualiziert wird die dritte Top-Athletin des BLT/TuS Komet Arsten, 400 Meter Läuferin Jonna Tilgner, in Italien nicht dabei sein. Die deutschen Viertelmeilerinnen verzichten auf die Hallen-EM, da sie sich in Vorbereitung auf die Heim-WM im August in Berlin zu dem Zeitpunkt bereits im Höhentrainingslager in Flagstaff (Arizona/USA) befinden. Am vergangenen Wochenende war die 24-jährige Psychologiestudentin dagegen zweimal im Einsatz. Zum Aufgalopp lief Tilgner in Düsseldorf als 6. 1:29,79 Minuten über die selten gelaufene 600 Meter Distanz. „Es war nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe, ich muss aber erkennen, dass es eben nicht reicht, pro Saison jeweils nur ein Rennen über 800 Meter und 600 Meter zu bestreiten. Die Taktik und der Schritt sind eben doch ganz anders als über die 400 Meter“, musste Trainer Ellrott nach dem Rennen erkennen. Am Sonntag in Karlsruhe durfte Jonna Tilgner dann endlich wieder über 400 Meter ran: Zwar wurde die Bremerin in 53,85 Sekunden 4. und blieb als einzige Deutsche in dieser Hallensaison unter 54 Sekunden, zufrieden war sie aber dennoch nicht: „Ich bin zu langsam angegangen und hinten raus ging es nicht schneller. Da steckten mir wohl auch noch die 600 Meter von Freitag in den Beinen.“

Carolin Nytra läuft Hallen-EM Norm

Mit Platz 3, neuer persönlicher Bestzeit, Hallen-EM Norm kehrte Hürdensprinterin Carolin Nytra (Bremer LT/TuS Komet Arsten) vom weltbesten Hallenmeeting, dem Sparkassen-Cup in Stuttgart zurück.

„Es ist noch nicht lange her, da hätten wir nicht gedacht, dass Carolin in der Halle auf internationalem Niveau laufen könnte“, erinnert sich Jens Ellrott, Trainer der Deutschen Meisterin über 100 Meter Hürden, Carolin Nytra. Am Sonnabend nun hat sein Schützling in Stuttgart mit 8,08 Sekunden die Norm über 60 Meter Hürden für die Hallen-EM in Turin geknackt und sich auf Platz 7 der europäischen Bestenliste geschoben.

Mit einer Finalteilnahme war in dem Weltklasse-Feld nicht unbedingt zu rechnen“, sagt Jens Ellrott im Nachhinein. Die großen Meetings kaufen inzwischen so gut ein, dass es vor allem für die deutschen Flach- und Hürdensprinter schwierig ist, ein Finale zu erreichen. In der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle, wo 7.500 Zuschauern für beste Leichtathletik-Stimmung sorgten, waren unter anderem die drei Erstplatzierten der Hallen-WM von 2008 sowie die Hallenweltmeisterin von 2006 über die Kurzhürden-Distanz am Start. Carolin Nytra, im vergangenen Jahr an gleicher Stelle noch mit einer Zeit von 8,30 Sekunden notiert, legte im Vorlauf als Zweite bereits 8,11 Sekunden hin und streifte da bereits die EM-Norm von 8,10 Sekunden.

Im Finale landete die Bremerin dann hinter Hallenweltmeisterin Lolo Jones (USA, 7,85 Sekunden) und Vizeweltmeisterin Anay Tejeda (Kuba, 7,96 Sekunden) auf Rang 3. Trotzdem war Carolin Nytra hinterher nicht ganz zufrieden. „Das Gefühl vom Sommer ist noch nicht ganz da“, sagte die 23-Jährige, „der letzte Kick fehlt mir noch“. Dabei erwischte sie, die sonst ihre Stärken auf der zweiten Streckenhälfte hat, im Finallauf von Stuttgart einen ihrer bisher besten Starts und lag zunächst auf gleicher Höhe mit Lolo Jones. „Dann fehlt aber wohl noch der von Caro beschriebene Biss, um ein solches Ding auch durchzuziehen“, meinte Trainer Jens Ellrott. Stuttgart war allerdings erst der zweite Start der laufenden Hallensaison. In den Wochen bis zur Europameisterschaft (6.-8. März) ist noch einiges von Bremens Olympiateilnehmerin zu erwarten.

Gold, Silber und Bronze bei Norddeutschen Meisterschaften

Anne Marchewski als 1. über 60 Meter Hürden, Jonna Tilgner als 2. über 200 Meter und die Jugendliche Annemarie Pantke (alle drei vom Bremer LT/TuS Komet Arsten) über 400 Meter sorgten bei den Norddeutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Berlin für einen kompletten Medaillensatz für das BLT.

Im ersten Wettkampf für ihren neuen Verein gewann die 20-Jährige Anne Marchewski auf Anhieb den ersten Titel. Zwar ließ die Zeit von 8,72 Sekunden (Vorlauf: 8,71 Sekunden) über die 60 Meter Hürden noch zu wünschen übrig, „da die zweimonatige Grundausbildung in der Sportfördergruppe der Bundeswehr im Oktober und November kein Training zuließ, befindet sich Anne eigentlich noch mitten in der Aufbauphase“, erläutert Trainer Jens Ellrott das Ergebnis seines Schützlings. „Wir wollten einfach mal sehen, wo sie steht.“

Nach den 800 Metern vor zwei Wochen und den 400 Metern vor einer Woche ging die Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden, Jonna Tilgner, in Berlin über 200 Meter an den Start. Nachdem der Schritt im Vorlauf (24,63 Sekunden) viel zu kurz war, fand die 24-jährige Psychologiestudentin im Endlauf in ihr Schrittmuster zurück und blieb nach 24,36 Sekunden nur um eine Zehntelsekunde über ihrer Hallenbestleistung.

Ihren erst zweiten 400 Meter Lauf nach über einjähriger verletzungs- und krankheitsbedingter Pause absolvierte Annemarie Pantke. Platz 3 und 57,94 Sekunden entsprachen zwar nicht ganz den Erwartungen, aber auch für die C-Kader Athletin geht es in der Halle nur darum zu sehen, wo sie steht. „Bis 300 Meter fühle ich mich technisch schon wieder sehr gut aus und stimmen auch die Zwischenzeiten“, blickt die angehende Abiturientin zuversichtlich Richtung Freiluftsaison. „Ich brauche jetzt einfach viele Rennen, um wieder die notwendige Wettkampfhärte zu entwickeln.“

 

Ergebnisse Norddeutsche Winterwurfmeisterschaften:

männliche Jugend A:

Diskus: 4. Finn Schmeling 34,16m

Speer: 6. Finn Schmeling 41,30m

männliche Jugend B:

Diskus: 9. Simon Böhling 37,62m

Speer: 7. Simon Böhling 38,81m

Bestleistung für Nytra / Deutsche Jahresbestleistung für Tilgner

Beim Hallenländerkampf am vergangenen Samstag in Glasgow, bei dem die Deutsche Mannschaft mit 51 Punkten hinter einer Commonwealth-Auswahl (60) und Großbritannien (57), aber vor den USA (46) und Schweden (37) den 3. Platz belegte, lieferten die beiden Bremer im Team, Carolin Nytra und Sebastian Bayer, unterschiedliche Ergebnisse ab. - Während ihre beiden Trainingspartner in Schottland weilten, lief Jonna Tilgner (alle drei vom Bremer LT/TuS Komet Arsten) am Sonntag in ihrem ersten Saisonrennen über 400 Meter in Leipzig mit 53,65 Sekunden Deutsche Jahresbestleistung.

Carolin Nytra kam über 60 Meter Hürden hinter den beiden Olympiafinalistinnen von Peking, Lolo Jones (USA, 7,95 Sekunden) und Sarah Claxton (Großbritannien, 8,06 Sekunden) als 3. ins Ziel und erzielte mit 8,15 Sekunden gleich zum Saisoneinstieg eine neue persönliche Bestleistung. Die Deutsche Meisterin verfehlte dabei die Hallen-EM Norm nur um fünf Hundertstelsekunden. „Beim ersten Wettkampf ist immer noch ein wenig Unsicherheit dabei, egal, wie gut man trainiert hat. Jetzt weiß ich auf jeden Fall, wo ich stehe, und vor allem, was in den kommenden Rennen möglich ist“, freut sich die 22-Jährige auf die kommenden Meetings in Stuttgart, Düsseldorf und Karlsruhe.

Kurioserweise stand die Bremerin nur eine Stunde darauf schon wieder an der Startlinie, und zwar über 800 Meter. Die eigentlich nominierte Jana Hartmann von der LG Olympia Dortmund, musste ihren Start aufgrund eines grippalen Infekts kurzfristig absagen. So bewies Carolin Nytra wahren Teamspirit und sicherte der DLV-Auswahl joggend als 5. einen Ehrenpunkt. „In den vergangenen Jahren war der Ausgang des Wettbewerbs immer sehr knapp“, erklärte Delegationsleiter Siegfried Schonert im Anschluss an die Veranstaltung. „Deswegen wollte Carolin uns unbedingt den einen Punkt sichern. Dieser tolle Teamgeist war in der Mannschaft schon von Anfang an zu spüren.“

Weniger gut erging es leider Nytras Freund Sebastian Bayer. Zwar wurde Bayer im Weitsprung mit ordentlichen 7,78 Meter 4., allerdings musste er den Wettkampf wegen einer Verhärtung der Adduktoren abbrechen. „Nichts Schlimmes, aber eben ärgerlich, weil in der Halle nur noch sehr wenige Meetings den Weitsprung im Programm haben“, haderte der Neubremer mit der Situation.

Beim Erdgas-Hallenmeeting in Leipzig wies Jonna Tilgner in ihrem ersten Saisonrennen über 400 Meter mit Florence Ekpo-Umoh (54,04 Sekunden) und Claudia Marx (54,92 Sekunden) nicht nur die nationale Konkurrenz deutlich in die Schranken, sondern stellte mit 53,65 Sekunden zugleich eine neue deutsche Jahresbestleistung auf. „In der Startphase sind noch Reserven, und zwischen 100 und 200 Meter habe ich mich noch nicht getraut, meinen Schritt weiter zu laufen, aber vor allem mit der zweiten Runde bin ich schon sehr zufrieden“, analysierte die Olympia 8. mit der 4x400 Meter Staffel ihr Rennen.

Philipp Haß überzeugt bei Landeshallenmeisterschaften

Nach den Erwachsenen und B-Jugendlichen standen am Wochenende für die A-Jugendlichen und A-Schüler die Landesmeisterschaften in Hannover auf dem Programm.

Erfolgreichster Teilnehmer des BLT war der A-Schüler Philipp Haß vom TuS Komet Arsten mit zwei 4. Plätzen. Über 300m lief Philipp in 40,73sec eine Bestleistung. Auf der 1000m-Distanz konnte der 15jährigeseine bisherige Bestleistung gar um 11 Sekunden unterbieten und kam nach tollen 2:49,43min ins Ziel.

In der weiblichen A-Jugend zeigte Annemarie Pantke einen vielversprechenden Lauf über 400m, nachdem sie krankheits- und verletzungsbedingt lange nicht auf ihrer Spezialstrecke angetreten war. Nach guten ersten 300m wurde sie in 58,36sec 7. Ebenfalls auf den 7. Rang kam in 1:50,75min die 4x200m-Staffel der weiblichen Jugend A in der Besetzung Marika Wehner, Annemarie Pantke, Nele Feldmann und Katharina Koch.

weitere Ergebnisse:

weibliche Jugend A

60m - ZL Marika Wehner (TuS Komet Arsten) 8,22sec

60m - VL Vivienne Makurath (TuSKomet Arsten) 8,56sec

Jonna Tilgner und Sebastian Bayer gehen erfolgreich fremd

Zwei der drei Olympiateilnehmer des Bremer LT, Jonna Tilgner und Sebastian Bayer (beide TuS Komet Arsten), nutzten das Landesmeisterschafts-Wochenende zu erfolgreichen Ausflügen in fremde Disziplinen.

Jonna Tilgner lieferte sich bei den offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften über 800m ein tolles Rennen mit ihrer 4x400 Meter Staffelkameradin von den Olympischen Spielen in Peking, Claudia Hoffmann vom SC Potsdam. Die Bremerin verlor dieses Duell zwar knapp in 2:06,44 Minuten zu 2:04,90 Minuten, stellte aber eine neue persönliche Bestleistung auf. Während die Bremerin trotz klar unterbotener Hallen-DM Norm und Platz 2 in der aktuellen Deutschen Bestenliste ab der kommenden Woche wieder zu den 400m zurückkehrt, wird Hoffmann während der Hallensaison ausschließlich 800m Rennen bestreiten. „Hätten die beiden die dritte Runde nicht verbummelt, hätten sie sogar noch eine Sekunde schneller laufen können“, zeigte sich Trainer Jens Ellrott aber trotzdem erfreut über die Leistung seines Schützlings.

Weitspringer Sebastian Bayer versuchte sich eine Woche vor seinem Länderkampfeinsatz für den Deutschen Leichtathletik-Verband in Glasgow gegen die USA, Großbritannien, Schweden und einem Commonwealth-Team bei den Bremer-Niedersächsischen Meisterschaften in Hannover über 60 Meter und kehrte ebenfalls mit einer tollen neuen Bestzeit zurück. In 6,80 Sekunden ließ der Neubremer alle Sprinter hinter sich, steigerte seine bisherige Bestzeit um mehr als 2/10 Sekunden und sprintete erstmals die Norm für die Hallen-DM. Was seine Zeit Wert ist, zeigt ein Blick in die aktuelle Deutsche Bestenliste, in der Bayer auf Rang 4 liegt. „Wenn wir weiter an Sebastians Start arbeiten, ist sogar noch mehr drin“, glaubt Ellrott, „allerdings wird Sebastian sich ab jetzt auf den Weitsprung konzentrieren. Das Ziel ist die Hallen-EM Anfang März in Turin.“

Die dritte Bremer Olympiateilnehmerin, Hürdensprinterin Carolin Nytra (BLT/TuS Komet Arsten), die über 60 Meter Hürden ebenfalls für den Länderkampf am kommenden Wochenende in Schottland nominiert ist, hat aufgrund einer Erkältung Mitte des Monats ein wenig Trainingsrückstand und nutzte die vergangene Woche noch zu intensivem Training. In Glasgow soll dann der erste Schritt Richtung Hallen-EM erfolgen.

Die Fahne der BLT-Frauen hielt Nadine Molis (TuS Komet Arsten) hoch, die über 60 Meter Hürden in 9,49 Sekunden 5. wurde, nachdem sie im Zwischenlauf bereits 9,47 Sekunden gelaufen war. Im Weitsprung wurde die 31-Jährige mit 5,35 Meter 8.

Erfolgreichste B-Jugendliche des BLT waren Marika Wehner mit neuer persönlicher Bestzeit über 60m Hürden als 8. in 9,41 Sekunden und Mehrkämpfer Simon Böhling (beide TuS Komet Arsten), der sowohl im Kugelstoßen (7. mit 13,10m) als auch im Diskus- und Speerwerfen (jeweils 5. mit 38,70 Meter bzw. 36,44 Meter) den Endkampf erreichte.

weitere Ergebnisse:

weibliche Jugend B

60m - VL Marika Wehner (TuS Komet Arsten) 8,28sec

männliche Jugend B

60m - VL Simon Böhling (TuS Komet Arsten) 7,69sec

Bestleistungen beim Schülersportfest

Am Samstag, dem 17.1.09 fand unser Schülersportfest in der Leichtathletik-Halle im Weserstadion statt. Ein großes Starterfeld trat an und auch wir vom TuS Komet Arsten waren mit einer Gruppe von 18 Kindern dabei. Für Enis Budancamanak, Laura Wiese, Christian Mykhalyk, Charline Zoellner, Annamarie Guhl, Lynn Wassermann, Yarah Kunert war es der erste Wettkampf.

Alle Teilnehmer haben Bestleistungen errungen! Tolle Leistungen erbrachten:

Laura W. (W8) im 50m Sprint mit 9,86sec auf Platz 5, im Weitsprung mit 2,95m auf Platz 4 und im Medizinballstoßen mit 4,10m auf Platz4.

Janna Meyer (W9) im Medizinballstoßen mit 6,00m auf Platz 1. Amelie Sinnhuber (W9) im 50m Sprint in 8,95sec auf Platz 3, im Weitsprung mit 3,20m auf Platz 6 und im Medizinballstoßen mit 5,00m auf Platz 8.

Merve Tutyemez (W9) im 50m Sprint mit 9,08sec auf Platz 5.

Mit der gemischten SchülerInnen D Pendelstaffel belegten Merve, Janna, Amelie, Annemarie, Lynn, Yarah hinter Staffel I LG Bremen Nord und Staffel I FTSV Jahn Brinkum Platz 3. Merle Rensch sprang bei der II Staffel der LG Bremen Nord ein und belegte mit ihr Platz 7.

Bei den C SchülerInnen errang Lisa Koßmann (W11) einen tollen 1. Platz im Hochsprung mit 1,15m, Platz 2 im Weitsprung mit 4,04m, und im 50m Sprint in 8,01sec Platz 7. Im Hochsprung erreichte Arne Neisser (M11) mit 1,00m Platz 4, Nicolas Nierentz (M11) mit 0,90m Platz 5, Franziska Klein (W10) mit 0,90m Platz 4, Nadja Arndt (W11) mit 1,00m Platz 6, Rabia Engel (W11) mit 0,90m Platz 11.

Bei den B Schülerinnen startete Laura Warninghoff. Sie belegte mit 9,08sec im 60m Sprint Platz 9 und im Weitsprung mit 4,27m Platz 10.

Bremens Top-Athleten im Trainingslager auf Furteventura

Die beiden Hürdensprinterinnen Carolin Nytra und Anne Marchewski, 400m-Hürdenspezialistin Jonna Tilgner und Weitspringer Sebastian Bayer bereiten sich im Trainingslager auf Fuerteventura auf die anstehende Hallensaison vor.
"Es scheint, als wären wir der kältesten Woche in Deutschland entflohen und zwar in die zur Zeit wärmsten Gefilde Europas", freut sich Trainer Jens Ellrott über die guten Trainingsbedingungen auf der kanarischen Insel.

Vielversprechender Saisonauftakt in Bremen und Hamburg

Am Sonntag wurde sowohl in Bremen als auch in Hamburg in die Hallensaison gestartet, mit dabei auch etliche Athleten des BLT.

Gut präsentierte sich in Bremen die A-Jugendliche Annemarie Pantke, die nun nach langer Verletzungs- und Krankheitspause wieder fit zu sein scheint. Sie lief im Endlauf über 60m 8,13sec. Einen prima Saisonstart erwischte auch Vivienne Makurath. Im Finale über 60m lief sie 8,48sec und verpasste damit nur knapp die Norm für die Landesmeisterschaften Ende Januar. Ebenso lassen ihre 4,99m im Weitsprung weiter auf eine Normerfüllung hoffen. Beachtlich schlugen sich auch Yannik Arnold mit 7,88sec über 60m und Katharina Koch mit 9,71sec über 60m Hürden.

Eine kleine Abordnung reiste trotz des Winterwetters zum Hallenmeeting nach Hamburg. In seinem ersten Wettkampf für das BLT konnte Simon Böhling beeindrucken. Der B-Jugendliche erzielte im Kugelstoßen eine beachtliche Weite von 13,34m und sprang trotz Anlaufschwierigkeiten 6,33m weit. Zudem qualifizierte er sich über 60m in 7,65sec für die Landesmeisterschaften. In der Altersklasse M15 zeigte Philipp Haß über 1000m eine tolle Leistung. Er erzielte eine Zeit von 3:00,60min.

... dies und das ...

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