Wandergruppe

Wanderjahr 2017

Wir machen alles mit: Der Weg zum Mittagstisch

- Ironische Bemerkungen über Wanderlust und Motive-

„Ich erwarte Euch bis 08.55 Uhr am Wanderstartplatz“ – So schreibt es Rainer in jeder Mail für die nächste Wanderung. Das hört sich harmlos an, kann aber Aufbruch noch im Morgengrauen bedeuten. Die Planung macht Rainer, er ist der Chef und hat alles wohl bedacht. Dabei kann er auch nachsichtig sein, wenn das Navi bei den einen auf größere Umwege in der ländlichen Pampa geführt hat oder andere fast in einer Sandgrube landen.

Natürlich können nicht immer alle mitkommen. Der Wetterbericht wird indes nicht als hinreichender Grund für eine Absage akzeptiert. Für richtig schlechtes Wetter gibt es den Plan B (Flucht in ein Bäckerei-Café, abwarten und Kaffee trinken), der indes noch bei keinem einzigen Termin umgesetzt wurde. Was  auch daran liegen mag, dass Cafés dünn gesät sind, wenn wir einmal losgelaufen sind, im strömenden Regen durch einen Wald stapfen oder wenn die Schauer quer übers freie Feld peitschen.

Das dafür nötige Durchhaltevermögen wird uns allerdings nicht ständig abverlangt. Dabei sind wir eine friedlich und freundlich gestimmte Herde. Da wird nicht gemeckert und nicht gemurrt, selbst wenn der Weg durch knöcheltiefen Matsch oder kniehohes patschnasses Gras geht und schließlich im Dickicht endet. Wir machen so ziemlich alles mit, wenn es nur zielführend ist. Und das Ziel ist - nicht die Zahl der Wanderungen oder die zusammengerechneten Strecken der gelaufenen Kilometer, wie die von Rainer geführte Statistik es uns weismachen will - das Ziel ist die Mittagseinkehr.

Die gesellige Runde bei Essen und Trinken ist der heimliche Sinn und Zweck unserer als Wandergruppe getarnten Abteilung. Um das nicht auffliegen zu lassen, treffen wir uns nicht vor dem jeweiligen Lokal, sondern weiter weg, oft ein bisschen versteckt. Rainer sorgt dafür, dass wir bis zum ausgewählten Gasthof auf verschlungenen Wegen  zehn bis zwölf Kilometer abzuwandern haben plus einem Verdauungsspaziergang nach dem Essen von sechs bis acht Kilometern.

Und wie schon gesagt - wir machen so ziemlich alles mit: Wir streifen durch romantische Wälder vom Frühlingsgrün bis zum Laubrascheln im Herbst, wir lassen die Sommersonne auf uns scheinen und laufen über Moor und Heide, wenn der Frost die Landschaft verzaubert. Es sind, wie unser Chef gerne zu Protokoll gibt, Genusswanderungen …. in mancherlei Hinsicht.

Text: Ulrike Naumann

Wanderergebnisse 2017:

Im Wanderjahr 2017 wurden 22 Wanderungen durchgeführt und 382,2 km zurückgelegt. Wir erklommen den Deutschen Olymp in der Wingst  Wir besuchten die Lühe im Alten Land und das Dwergter Meer. Wir sahen die Schlösser in Rastede, in Etelsen und wir besichtigten die Klosterruine mit Museum in Hude.

Für die besten Wanderleistungen werden für das Jahr 2017  Karola und Herbert Tietgens mit je 18 Wanderungen mit je 316 km  geehrt.                               

Das Wanderjahr wurde durch das häufig schlechte Wetter geprägt. Geklagt hat niemand! Wir haben viel Spaß gehabt, oft gelacht und fast immer gut bis ausgezeichnet gegessen. In diesem Sinne auf ein neues Wanderjahr 2018.

Mit sport- und wanderlichen Grüßen und guten Wünschen für das Jahr 2018.

Euer Rainer

Wer möchte, kann gerne eine Wanderung mit uns ausprobieren.

Ansprechpartner ist:

Rainer Guddat

Tel. (0421) 822712 Mobil: 0157-82 69 42 20

oder auch unsere Geschäftsstelle.

Wanderführer Rainer Guddat
Wanderkönige 2017
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